Zynismus pur

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Veröffentlicht von: poeller
Beiträge: 15
Angemeldet am: 15.08.2011
Veröffentlicht am: 08.09.2017
 

Eine etwas einfachere Quelle für Gemüse und Obst ist der Gemüsehändler nebenan (bei uns sind das oft Türken oder Marokkaner). Die kaufen auf dem Großmarkt was gut ist und sind nicht auf bundesweit einheitliche Angebote angewiesen. Nach meiner Erfahrungs ist die Qualität da besser und die sind untern Strich nicht teurer. Das braucht es dann nicht den Weg zum Großmarkt.

Natürlicg gibt es viele die gerne würden, aber nicht können. Aber der Doc hat mE auch recht, dass es bei genügend anderen auch schon mal eine Frage der Bequemlichkeit ist. Da würde ich mich selber zB nicht ausschließen.

Veröffentlicht von: Corinna S.
Beiträge: 2
Angemeldet am: 07.09.2017
Veröffentlicht am: 07.09.2017
 

Wobei ich anmerken möchte, dass man diese Homepage und etliche Bücher zum Thema fast kostenlos lesen kann. Hier im Internet bzw über die örtlichen Bibliotheken. 

Und manche NEMS bekommt man günstig. Wie z.B. Vitamin D. 

Trotzdem: auch ich überlege mir jeden Einkauf erheblich, weil ich mir nicht alles einfach so holen kann, wie meine Kinder und ich es bräuchten. 

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 07.09.2017
 

Chapeau lieber Modautaler!

Veröffentlicht von: DerModautaler
Beiträge: 15
Angemeldet am: 25.07.2005
Veröffentlicht am: 07.09.2017
 

Bei aller Wertschätzung für den Doc, aber die Realität sieht auf dem Land offenbar noch rosig aus im Vergleich zur Stadt oder Stadtnähe. Oder er kennt außerhalb seiner Millionärsblase nichts mehr. (Ich gönne ihm wirklich seinen Wohlstand. Er hat's verdient!)

Jetzt wollen wir doch mal den Check machen: Eier beispielsweise (viel Aminosäuren!) sind billig zu haben, aber nur die von mit Getreide gemesteten Hühnern. Heißt viel Omega 6, wenig Omega 3.

Günstige Lebensmittel sind immer auch ungesunde Lebensmittel. Darauf, dass Brot, Nudeln, Getreide, "gesundes Vollkorn" eben NICHT gesund sind, darauf musst Du im Überlebenskampf erst einmal kommen. Familie mit 3 Kindern, davon vielleicht eins schwerbehindert, hat nur einen Ernährer. Mehr geht einfach nicht! Und schon bist Du arm. Schule kostet viel Geld! Kinderbetreuung kostet auch Geld. Teilhabe am sozialen Leben: Kostet auch Geld. Alles übersteigt die Hartz4.

Hartz-4 heißt ja nicht mehr "Sozialhilfe", weil Du damit nicht mehr am sozialen Leben teilnehmen kannst!

Wenn Du überredet wirst, Deine Kinder impfen zu lassen (weil Du nichts anderes kennst und die Kasse es ja bezahlt!), und wenn Du dann Deinen Zappelphilip zu Hause hast die nächsten Jahre: Da kommst Du zu nichts mehr, weil Du den Zusammenhang nicht kennst. Du rennst von einer Erziehungsberatung zur Nächsten oder von einem (Kassen-)Arzt zum Nächsten. Und immer schön anstehen und Zeit vergeuden beim Sozialamt, und Formulare ausfüllen für jede Hilfe, die Du in Anspruch nimmst...

Kindererziehung heute heißt deutlich mehr Aufwand als früher. Viele Kinder sind heute aggressiver, renitenter. Impfungen/Billignahrung sei Dank. Glyphosatreste in Nahrung und im Darm? Prima: Wenig Serotonin und soziale Störungen und ADHS vorprogrammiert. Nur weil's alle Kinder haben, ist das noch lange nicht "normal". Gluten in der Schulspeisung? Klasse! Befeuert gaz toll Asperger und Autismus...

Abends zum Großmarkt und billig Obst/Gemüse kaufen? Das musst Du ohne Auto erst einmal machen. Ob so etwas als gesellschaftliche Lösung funktioniert, wird daran gemessen, ob diese Lösung für alle (!) Hartz-4-Empfänger funktioniert. (Und nein, die sind nicht alle selbst an ihrer Situation schuld, rauchen nicht alle wie Schlote und saufen nicht alle wie blöd. Ganz viele davon kümmern sich rührend um ihre Kinder im Rahmen ihrer engen Möglichkeiten!)

Ich sehe sie schon vor mir, die verstopften Straßen/Straßenbahnen zum Großmarkt, wenn sich die 80.000 Hartz-4-Empfänger einer Stadt alle aufmachen zum Großmarkt... Nein, das ist keine Lösung für alle. Obwohl: In der EU werden so viele Lebensmittel schon vor Verkauf vernichtet, weil sie nicht den Normen entsprechen, dass man davon 3mal den Hunger dieser Welt beheben könnte...

Wir, die wir das Strunz'sche Universum kennen (!) mit seinen Möglichkeiten, wir sind so dermaßen privilegiert, dass wir es schon gar nicht mehr wahrnehmen. Nicht jeder hat die Chance dazu... 

Veröffentlicht von: Max G.
Beiträge: 1
Angemeldet am: 07.09.2017
Veröffentlicht am: 07.09.2017
 

Vielleicht besteht ja gar kein Interesse daran, dass die Bevölkerung zu gesund ist und damit auch ein höheres Alter erreicht. Stichwort: Langlebigkeitsrisiko

Veröffentlicht von: Astrid
Beiträge: 9
Angemeldet am: 31.08.2017
Veröffentlicht am: 07.09.2017
 

sicherlich kann man sich über das Thema super streiten.

Meine Meinung dazu ist, vielleicht auch etwas klischeehaft aber gesunde Ernährung könnte wesentlich billiger sein, wenn man endlich mal tatsächlich nachgewiesene gesundheitsgefährdende Stoffe ( Alkohol, Zuckerkram und Nikotin) so teuer machen würde ( Steuer), dass man sie wirklich nur als das  betrachtet , was sie eigentlich sein sollten : Luxusgüter! Die man sich allenfalls selten gönnt.

Mit den daraus resultierenden Geldern könnten gesunde Lebensmittel subventioniert werden und man würde gleich 2 FLiegen mit einer Klappe schagen: 1. eine gesunde Ernährung der Bevölkerung unterstützen ( Prävention statt Behandlung) und 2. massiv KOsten im Gesundheitswesen einsparen.

LG Astrid

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

"Ja Thorsten, genau das habe ich mir gedacht, deshalb verstehe ich nicht, wie Du mit eingeschränkten Wahrnehmungen jemanden so

"Was ist denn das für ein Unterste-Stufe-Klischee-Denken?"

attackieren musst.

Jeder hat seine Erfahrungen, Du deine, andere haben eben auch andere Erfahrungen. Das Klischee hast auch Du hier wunderbar bedient, oder sollte ich besser schreiben dein Klischee?"


Den saloppen und völlig undifferenzierten Vorwurf
"Dafür muss man sich natürlich bewegen, sich kümmern, was tun, das ist schon klar."
muss ich doch wohl nicht weiter kommentieren, oder?

Leider ist Bezug auf Erfahrungen und Klischees ersteres oft Mangelware und letzteres speist sich all zu oft aus Stammtischdenken.

 

Und ja, Lebensmittel sind im internationalen Vergleich in Deutschland vergleichsweise billig. Andere Dinge wie Wohnraum, Kraftstoff, Steuern, Abgaben dagegen oft nicht. Hier sollte man schon den gesamten Korb der Lebenshaltungskosten im Blick haben und nicht nur den Abschnitt "Lebensmittel".

 

Veröffentlicht von: Andrea W.
Beiträge: 46
Angemeldet am: 06.09.2017
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

Ich habe eine Zeitlang in den USA gelebt und habe seit dem ganz andere Eindrücke hier von D, seit ich das vergleichen kann:

Die Lebensmittel empfinde ich alle hier in D megamäßig billig,  selbst Bio-Lebensmittel. Geschenkt-Preise!

In den USA kosten Lebensmittel locker das 4-fache (Beispiel), und wenn ich weiter oben im Norden gewohnt hätte, wären die Preise noch höher gewesen.

Bio-Lebensmittel? Ein kleines Glas rohes Sauerkraut 9 Dollar. 1 Bio-Brot Minimum 7 Dollar (ist aber ein kleines Brot). 
1 kleiner Bio-Salatkopf: 6 Dollar. 1 herkömmlicher Eisberg-Salat: 4 Dollar.
1 kleines Mini-Eiweiß-Brot (ca. 250 g) ca. 5 Dollar. Was, lieber selbst machen? Die Zutaten fürs Brot kosten keinen Cent weniger.

Und nein, die Leute verdienen dort nicht mehr sondern eher weniger und müssen mehr Jobs machen, um das alles bezahlen zu können. 

Das ist alles meiner Meinung nach Jammern auf hohem Niveau. Bei den ganzen billigen Aldis und Lidls kann man wirklich für wenig Geld viel bekommen.

Das Problem liegt meines Erachtens aber ganz woanders:

Es ist AUFWENDIG. Zeitaufwendig.{#emotions_dlg.cool}

Es ist ein Unterschied, ob ich ein Crunchy kaufe oder das Knuspermüsli aus einem Strunz-Buch selbst mache: Ich muss da auch erst mal alle Zutaten rausschreiben, muss die einkaufen, dann zu Hause hacken, wiegen, mischen, Backofen an, alles rein in den Ofen und anschließend saubermachen, da die Krümel zwangsläufig überall liegen.

Genauso: Ob ich einen Salat frisch vorbereite oder den einfach weglasse und mir eine TK-Pizza in den Ofen schiebe. 

Das gilt bei allen Sachen. Es ist einfach aufwendiger. 
Ich habe 2013 mal 6 Monate Low Carb gelebt und tue es jetzt seit Juli wieder. Ich merke den Unterschied in der Küche, obwohl ich einen Thermomix und sämtliche andere Küchenhelfer habe ...






Veröffentlicht von: Izalco
Beiträge: 31
Angemeldet am: 23.11.2016
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

"Von Genau kann da keine Rede sein. Das müssten direkt Betroffene schildern."

Ja Thorsten, genau das habe ich mir gedacht, deshalb verstehe ich nicht, wie Du mit eingeschränkten Wahrnehmungen jemanden so

"Was ist denn das für ein Unterste-Stufe-Klischee-Denken?"

attackieren musst.

 

Jeder hat seine Erfahrungen, Du deine, andere haben eben auch andere Erfahrungen. Das Klischee hast auch Du hier wunderbar bedient, oder sollte ich besser schreiben dein Klischee?

Veröffentlicht von: Yellowbubb
Beiträge: 89
Angemeldet am: 09.09.2016
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

Es gibt noch bis zu 30 andere Parteien auf dem Wahlzettel. Wenn man sich zu keinem Kreuz durchringen kann, dann gibt es die Möglichkeit den Wahlzettel durchzustreichen. Was viele nicht wissen, jeder abgegebene Wahlzettel ist wichtig für die Parteienfinanzierung.....

Es heisst zwar immer, man soll von seinem Wahlrecht gebrauch machen aber sollte die Wahlbeteiligung unter 50 % sinken, wäre das auch mal ein Statement.

Ich war jahrelang politisch aktiv und durfte Einblick nehmen, wie man Bundestagsabgeordneter via Listenplatz wird. Das treibt mir heute noch die Zornesröte ins Gesicht. Auch die parlamentarische Arbeit gibt nicht das her, was uns die Medien erzählen wollen.

Veröffentlicht von: Wulliw K.
Beiträge: 23
Angemeldet am: 14.05.2017
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

@Yellwobubb

 

Danke.

Zum Punkt 3, wie? Geht nur Pest oder Collera, oder Diffterie...
Leider kenne ich keine andere Möglichkeit, Tipps?

 

Seltsam, das in D. meistens beide Ehepartner arbeiten müssen, um überhaupt um die Runden zu kommen. Die Zeiten, wo einer daheim bleiben kann sind doch schon lange vorbei.

Die Politik bedient sich aus Töpfen, ohne sie wieder aufzufüllen, siehe Renten, oder habe ich da was verpasst? Nein, der Bürger muss nun selber dafür sorgen.

Dafür haben wir Politiker, die für das Volk sind.

Aber wo sind die?

Wäre schön, wenn sie endlich zur Verantwortung gezogen werden würden.
Aber das werde ich wohl nicht mehr erleben!

Letztendlich verdient jeder das, was er verhandelt, oder sich aufbrummen lässt.
Ich weiß, das ist recht schwierig! Spreche da aus eigener Erfahrung.

Viele Grüße
Klixi

Veröffentlicht von: Yellowbubb
Beiträge: 89
Angemeldet am: 09.09.2016
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

Hallo,

der Doc macht eine ganz wichtige Bemerkung, "Sie sind einfach sozialistisch erzogen". Der Nannystaat nimmt einem alles ab, selbst denken ist nicht mehr an der Tagesordnung.

Ich kenne auch genügend Beispiele, wo es von hinten und vorne nicht reicht. Gerade bei älteren Herrschaften mit Minirente sind die Sorgen sehr groß und dort muß jeder Cent umgedreht werden. Ich kenne aber auch viele Bespiele, wo die Trägheit einem ausbremst. Für mich stellen sich folgende Fragen:

1.) Kommt der Sozialstaat seiner Verantwortung überhaupt noch nach und bevorzugt er bestimmte Bevölkerungsgruppen?

2.) Warum führen gewichtige politische Entscheidungen (z.B. Euro-Einführung) regelmäßig zu gesellschaftlichen Verwerfungen?

3.) Warum bestätigt alle 4 Jahre die Bevölkerung die Politik und zeigt Ihr nicht die rote Karte?

Ich kann deswegen nur zum Schluß kommen, daß es einen Großteil der Bevölkerung gut geht (oder noch zu gut geht) und die restlichen Prozent einfach auf der Strecke bleiben, als sogenannter Kollateralschaden.

Viele Grüße

Yellowbubb

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

"@ Thorsten St,

nun, Du scheinst das ja ganz genau zu wissen, wie das in armen Familien so aussieht.

Dann berichte uns das doch mal, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind."

Von Genau kann da keine Rede sein. Das müssten direkt Betroffene schildern.
Aber aufgrund meiner Vereinstätigkeit kenne ich einige Familien, die es echt nicht leicht haben. Beide Elternteile arbeiten Vollzeit, müssen arbeiten, weil es sonst vorne und hinten nicht reicht. Keine Säufer, keine Raucher, keine Faulenzer, sondern durchaus gebildete Mitmenschen; leider mit schlecht bezahlten Jobs. Zwei Kinder, die es mal besser haben sollen und nicht immer nur in geflickten Second-Hand Klamotten rumlaufen sollen. Da wird natürlich viel aufgetragen oder auch selber genäht. Für einen eigenen Garten reicht die Wohnsituation nicht aus. Also auch kein Obst / Gemüse aus dem eigenen Garten. Vereins-Mitgliedsbeiträge müssen schon zusammengespart werden. Ein paar brauchbare Laufschuhe sind mal nicht eben so "drin". Kino? No Way. Schule? Klassenfahrten, Kopiergeld, Taschenrechner, Bücher reißen jeweils merkliche Löcher in die Haushaltskasse. Vereinsaktivitäten außerhalb des Trainings? Sind fast nicht zu finanzieren. Wo es geht werden Hilfstöpfe angezapft und Unterstützung beantragt. Aber dauernd auf Hilfen und Unterstützung angewiesen sein hilft dem Selbstbewustsein auch nicht sonderlich auf die Sprünge.

Na klar gibt es auch einige Faulenzer und Nassauer, aber die sind nach meiner Erfahrung absolut nicht die Regel.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist so toll am Boomen? Gelächter! Fachkräftemangel? Nein, Mangel an billigen Arbeitskräften!

In einer Marktwirtschaft diktiert das Verhältnis von Angebot und Nachfrage den Preis. Eine Nachfrage nach Fachkräften gibt es angeblich; bis hin zum Fachkräftemangel. Warum steigen dann die Löhne nicht entsprechend an?

Wer weitere Einblicke haben möchte, sollte sich dierekt an der Quelle, bei den Beroffenen erkundigen und sich mal mit deren Sorgen und Nöten auseinandersetzen.

Veröffentlicht von: Wulliw K.
Beiträge: 23
Angemeldet am: 14.05.2017
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

Hi,

also "gesund" ernähren finde ich schon recht "teuer".

Und ob da wirklich mehr "Vitalstoffe" drin sind,...., wer weiß....
(Wer misst das eigentlich? In welchen Zeitabständen?)

Ich kaufe jeden zweiten Tag Obst und Gemüse, und vieles muss ich am nächsten Tag entsorgen, da geschimmelt. Himmbeeren zum Beispiel. Ess ich sehr gerne.

Wenn man natürlich jeden Tag einkaufen geht und nur für diesen Tag einkauft, geht es.

Doch finde ich das nicht so praktisch, auch wenn alles auf dem Weg liegt.

Salat hatte ich mir auch schon mal im Voraus gemacht, oder Smoothies. ....dann kam der Ekel.

Orangen, die ich auch mag, sind innen komplett ..... leer! Gut, vermutlich so oder so sowieso leer. Vor x Monatten/Jahren gepflückt, kommt mir jedenfalls so vor.

Auf dem Wochenmarkt, wo man regionales Gemüse und Obst kaufen kann, zahle ich einiges mehr. Mache ich oft, aber letztendlich zählt das in Geldbörse.

Schon interessant, wie "billig" importiertes Obst und Gemüse ist, zum Vergleich mit Regionalem.

Ein eigener Garten könnte helfen, aber ob das wirklich soooo gut ist, .... , wer weiß.

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, was er/sie wo kauft.

Jedenfalls überlege ich mitlerweile drei mal, was ich kaufe und ob ich die Bio-Tonne/Müll füttere oder die Plauze..und gehe dann halt jeden Tag einkaufen..... (Was mach ich nur am Sonntag? ;-) )


Wäre schön, wenn die sogenannten Lebensmittelhändler mal mit angeben, wann die Ware gepflückt wurde.

 

Liebe Grüße
Klixi

 

 

 

Veröffentlicht von: Izalco
Beiträge: 31
Angemeldet am: 23.11.2016
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

@ Thorsten St,

nun, Du scheinst das ja ganz genau zu wissen, wie das in armen Familien so aussieht.

Dann berichte uns das doch mal, damit wir alle auf dem gleichen Stand sind.

Viele Grüße

Markus

 

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

"Und wenn eine Familie wirklich arm ist, dann ist meist ausreichend Zeit, sich um preiswertes Essen zu kümmern, also z.B. kurz vor Supermarktschließung Gemüse und Obst zu kaufen. Oder sich am Wegesrand mit Obst der Saison zu versorgen. Dafür muss man sich natürlich bewegen, sich kümmern, was tun, das ist schon klar."

Du toppst es sogar noch.

Was ist denn das für ein Unterste-Stufe-Klischee-Denken?

Arme Familien lungern nur faul Zuhause rum und haben den ganzenTag Zeit? Hängen Faul ab, kümmern sich um nichts und tun nichts?

Ich muss dir leider sagen, dass die Lebensrealität für viele arme Familien deutlich anders aussieht; auch mit zwei arbeitenden Elternteilen!

Veröffentlicht von: Daniela P.
Beiträge: 122
Angemeldet am: 26.10.2010
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

Ich verstehe deine Empörung nicht.

In Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, kann man sich für gewöhnlich die gesunde Ernährung rein finanziell problemlos leisten. "Keine Lust" ist kein akzeptabler Grund, nicht gesund zu kochen. Und sollte es tatsächlich zeitlich gar nicht gehen, dann muss man es eben machen wie Oma früher: am Wochenende z.B. Eintopf/Suppe vorkochen. Salat kann man in Gläsern vorbereiten, die halten 3-4 Tage im Kühlschrank. Übrigens: Kinder überleben schon ein paar Jahre DGE-Mittagessen, keine Sorge. Die Süßigkeiten drumherum sind viel schlimmer.

Und wenn eine Familie wirklich arm ist, dann ist meist ausreichend Zeit, sich um preiswertes Essen zu kümmern, also z.B. kurz vor Supermarktschließung Gemüse und Obst zu kaufen. Oder sich am Wegesrand mit Obst der Saison zu versorgen. Dafür muss man sich natürlich bewegen, sich kümmern, was tun, das ist schon klar.

"Zu teuer" ist jedenfalls - gerade in Deutschland - gesunde Ernährung nicht.

Dass nicht jede Familie Geld für Zigaretten ausgibt, ist schon klar. Aber Süßigkeiten, Alkohol, Fertiggerichte, Fertiggetränke, Snacks und Co. kann man in Zeiten finanzieller Not sehr wohl zugunsten von Gemüse/Obst/Nüssen reduzieren.

Veröffentlicht von: Thorsten St.
Beiträge: 941
Angemeldet am: 04.06.2014
Veröffentlicht am: 06.09.2017
 

"Ich bin Wissenschaftler. Ich liebe Fakten. Also los: Der ach so arme durchschnittliche Bundesbürger gibt heute monatlich aus:

  • 17 Euro ... für Obst und Gemüse
  • 18 Euro ... für Zigaretten
  • 21 Euro ... für Alkohol
  • 47 Euro ... für Fleisch und Wurst

 

Mehr Obst und Gemüse, also mehr Gesundheit, sei nicht bezahlbar, meinte der Journalist. Anklagend. Nichts-wissend. Typisch.

Wissenschaftler kennen die entlarvenden Fakten. Wir wissen. Kleiner Unterschied."

Einige Aussagen der heutigen News sind an Zynismus ja kaum mehr zu überbieten. Der Unterschied zwischen statistischer Gleichmacherrei und gelebten Realitäten sollte einem "Wissenschaftler" schon  bekannt sein. Oder sollten sich die angegebenen monatlichen Durchschnittsausgaben tatsächlich auf auf Geringverdiener beziehen?
In Deutschland sind insgesamt 76,5% der Bevölkerung über 15 Jahren Nichtraucher! Dafür müssen dann wohl einige wenige extrem viel rauchen. 18€ für Zigaretten kann man da wohl kaum dem "durchschnittlichen Bundesbürger" vorwerfen.

Zustimmungsfähig bleibt aber zumindest der Grundgedanke, dass gesündere Nahrung nicht notwendigerweise signifikant teurer sein muss, als industrielles Junkfood.
Problematisch wird es, wenn beide Elternteile berufstätig sind und die Kinder DGE konform in der Schul-Mensa verpflegt werden; und nach einem langen Pendler-Berufsalltag die Lust auch heimisches Kochen eher gering ausfällt.

Ja, Wissenschaftler kennen die entlarvenden Fakten und können diese vor allem kontextsensitiv interpretieren! Nur Ideologen und Demagogen versuchen durch  undifferenzierte, statistische Gleichmacherei auf pseudowissenschaftliche Weise Meinungen zu manipulieren.

Und ja, natürlich kann man sich kurz vor Toresschluss für kleines Geld die Tagesreste vom Großmarkt holen. Aber es dürfte wohl allen klar sein, dass dieses Konzept allenfalls für Einzelfälle taugt und keine Chance auf Verallgemeinerung hat.

"Regt mich fürchterlich auf."

Mich auch!

 

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