26 und total alt

10.08.2016
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Manchmal bekommen Sie das Leben im Zeitraffer vorgeführt. Von ganz unten nach ganz oben. Aus der Hölle in den Himmel. Also genau das, was klein Hänschen sich immer so erträumt. Was in den Frauenzeitschriften vorgespielt wird. Dass es das in der Realität gibt… ! Ein wirklich aufregendes mail, das mich heute erreicht:

    „Als ich vor 15 Jahren zu laufen begann, war ich 26 und total alt. Heute bin ich top fit und glücklich“.

Was war passiert? Was war dazwischen? Eine sehr häufige Erfahrung, von der der Normalmensch wenig weiß. Dann mal los:

  • Mit den Jahren entwickelte sich eine höllische Depression mit kalter Angst.
  • Als Folge begann ich zu trinken, zu kiffen und Benzos zu schlucken.
  • Das hatte wiederum eine dilatative Kardiomyopathie und chronischen Reizdarm zur Folge.

Blöd. Drogen machen krank. Wissen wir Gesunde oft gar nicht. Erfahren aber die armen Opfer. Eine dilatative Kardiomyopathie macht sie uralt. Null Belastbarkeit. Keine Luft mehr. Wasser in den Beinen. Das Herz versagt. Abhilfe? Ja mei, hinsetzen und Tabletten schlucken. Sagt Ihnen jede Uniklinik. Der junge Mann hatte wohl einen Schutzengel. Der wusste was. Der war vorher schon gelaufen. Das hat ihm das Leben gerettet:

  • „Durch kohlenhydratarme Ernährung
  • Viel Laufen und Krafttraining
  • Und Meditation …

  • … bin ich nun schon seit einigen Jahren beschwerdefrei. Natürlich auch durch sinnvoll eingesetzte Nahrungsergänzung. Nur mein Kardiologe (selbst Marathonläufer) ist nach jeder Untersuchung sauer auf mich, weil ich fitter bin als er.

    Nach dem langen Lauf samstags (Plan von Peter Greif) bin ich tagelang doppelt so glücklich. Ich hoffe sehr, dass Sie noch viele Bücher schreiben…“

Was in der mail völlig untergeht: Eine lebensgefährliche Krankheit wird hier überwunden (Cardiomyopathie). Präzise Gebrauchsanleitung. Ein Therapieschema. Das sich jeder Kardiologe hinter die Ohren schreiben sollte. Sollte. Von Unikliniken mag ich gar nicht reden. Die lesen so etwas sowieso nicht. Es war ja eine Oberärztin einer Uniklinik, die qua Amt die Website www.drstrunz.de verboten hat. Auf welcher Sie solche Gebrauchsanleitungen sehr wohl lesen konnten. Aber was nicht sein kann, das darf auch nicht sein.

Aufwachen werden zu allererst niedergelassene Kardiologen. Das weiß ich, weil die immer mehr mit mir sprechen. Macht mir große Freude.

 
 
 

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