Meditation

28.06.2015
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Darf ich Sie mitnehmen auf eine kleine Reise in den…UN-SINN? Eine Welt, in welcher Bewusstsein wirklich nur „bewusstes Sein“ ist? In dieser Welt kommt man auf merkwürdige Ideen. Beispielsweise:

Meditation. Alpha-Zustand. Träumen. Sollte das der Normalzustand aller Lebewesen einschließlich des Menschen sein? Und unser emsiges Tätigwerden eine kleine, krankhafte Abweichung vom Normalzustand? Eine Abweichung, die uns die Atombombe genau so wie das Auto oder Düngemittelfabriken (die großen Chemiewerke) beschert hat? Düngemittel? Grausames Doping der Erde, um ihr unnatürliche Erträge zu entreißen, abzuquetschen, herauszuschwindeln. Welche der Boden ohne Düngemittel nicht hergeben würde. Um dann mit massiv überhöhten Getreidemengen diesen Globus übervölkern zu können. Resultat? „Das sechste Sterben“ von Elisabeth Kolbert. Pulitzerpreis.

Auf die Idee bringt mich mein Reh. Das liegt da drei Meter vor mir und döst. Käut wieder. In Trance. Offensichtlich. Bringt mich drauf ein Baby. Was die meiste Zeit des Tages (angeblich) verschläft. In Wahrheit intensiv lebt. Also wäre Meditation der Normalzustand. Nun, jedenfalls ist eines sicher:

Meditation hilft Ihnen,

in der Gegenwart zu leben.

Meditation hilft Ihnen, sich zu lösen von der bekannten Tendenz, die Vergangenheit immer und immer wieder neu zu erleben.

  • Nicht nur das Schlimme wie Schuld, Furcht, Hass
  • sondern sehr wohl auch die schönen Erfahrungen

Schon mal über den zweiten Punkt nachgedacht? Die schönen Erfahrungen der Vergangenheit, von denen Sie ja so… gierig… leben? Hat ein Jesuitenpater mal so treffend beschrieben, diesen Vorgang. Übrigens der Lieblingsautor meiner kleinen Frau (A. De Mello).

  • Immer, wenn Ihnen etwas Schönes zustößt, dann sperren Sie es in Ihr kleines Silber-Döschen und…
  • …anstatt den gegenwärtigen Augenblick zu genießen, der ja neu ist, aufregend ist und Ihnen Energie geben würde…
  • …halten Sie an, gucken in Ihr kleines Silberdöschen und memorieren nostalgisch die ach so schönen Momente der Vergangenheit.

Stimmt. Ein bisschen persönlicher Senf gefällig? Drum hab ich nach meinem Unfall mir eine Mauer ins Gehirn gebaut. Stein für Stein aufeinander geschlichtet. Eine Mauer zwischen Vergangenheit und Zukunft. Eine Mauer, die mir nie mehr erlaubt, zurückzugucken. Auf vergangene Zeiten. Auf das Schöne, das damals war. Eine Mauer, die mich zwingt, immer nach vorne zu gucken. Auf die wunderherrliche Aufgabe, mit dem nächsten Patienten zu plaudern. Sie glauben nicht, wie spannend das jedes Mal ist. Auf das nächste Buch. Auf die nächsten News.

Kleine Einschränkung: Zwar sollte man keine Fotoalben aufschlagen und den schönen Momenten der Vergangenheit nachweinen, jedoch kann man sich „schöne Gefühle“ konservieren. Damals, der Zieleinlauf in Hawaii. Damals, der erste Urlaub mit Ihrem neuen Freund. Und zwar nicht die Bilder, aber das Gefühl dahinter könnten Sie speichern. Und üben, täglich üben, solche Gefühle abzurufen. Ins Hier und Jetzt zu transportieren.

Menschen, die das können und tun, erkennen Sie. Das sind die mit den Mundwinkeln nach oben.

Übrigens: Diese News sind ernst gemeint.