„Aber“ hält Sie klein.

04.08.2008
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Wenn Boris Becker, der Göttliche, Wimbledon-Sieger mit 17 Jahren, mir etwas über den richtigen Aufschlag beim Tennis erzählt...dann halte ich den Mund, glaube und tu's. Viele von Ihnen würden mit: "... aber" eine Diskussion beginnen.

Wenn ein doppelter Nobelpreisträger, Prof. Dr. Pauling, mir etwas über 10 Gramm Vitamin C erzählt, dann ... halte ich den Mund, glaube und tu es. Jeder Deutsche Provinzarzt maßt sich an, Professor Pauling zu widersprechen. Mit einem: "... aber".

Wenn Dr. Wessinghage, vielfacher Deutscher Meister und Europameister uns erzählt, dass Laufen Vorfußlaufen ist. Schon immer war und immer sein wird. Dann hör ich solch einem Experten, der es schließlich bewiesen hat, zu ... halte den Mund, glaube und tu es. Jeder deutsche Feld-, Wald-, Wiesen-Sportmediziner maßt sich an mit: "... aber" zu widersprechen. Dass ich persönlich ein Depp war wie viele andere und auch jahrelang mit der Ferse aufgeknallt bin, dass ich deswegen natürlich erst üben musste, erst ein Jahr täglich üben musste, bevor ich Vorfußlaufen konnte ... ja über Selbstverständlichkeiten rede ich doch nicht. Sie glauben, darüber zu stehen. Es sofort zu können.

Nach dieser Vorbereitung lassen Sie mich beginnen: Da gibt es im Schwimmen bald eine deutsche Favoritin am Start. Britta Steffen. Bei der Europameisterschaft 4 Gold- und 1 Silbermedaille. In der Königsdisziplin 100 m Freistil sogar neuen Europarekord. Und die spricht über das Geheimnis ihres Erfolges:

„In den Sekunden vor dem Start träume ich mich auf das Siegerpodest. Das puscht mich total!“

Wörtliches Zitat. Können Sie sich an die News vom 25.07.08 erinnern? Identisch. Das Geheimnis des Erfolges. Jetzt wissen Sie, wie Sie Weltmeister werden können. Wo auch immer. Wie Sie Millionär werden können. Und was tun Sie? Ihr nächster Satz beginnt mit: "... aber".

Den entscheidenden Punkt übersehen Sie natürlich: Sie wissen gar nicht, wie das geht. Sie haben's nie geübt. Selbstverständlich müssen Sie Tag für Tag, Nacht für Nacht, vor dem Einschlafen genau dieses „träume ich mich“ üben. Bis Sie es automatisiert können. Man nennt dies Meditation. Sie schieben das immer nach links weg. Lass den reden ...

Nun ja, dann sind Sie eben der, der Sie sind. Hoffentlich sind Sie zufrieden. Wenn Sie mir schon nicht zuhören ... weshalb hören Sie einer 4-fachen Goldmedaillengewinnerin nicht zu? Die hat's doch bewiesen. Weshalb hören Sie einem Doktor Wessinghage nicht zu? Der hat's doch bewiesen. Weshalb hören Sie einem Professor Pauling nicht zu? Dem mit den zwei Nobelpreisen. Wie viele Nobelpreise hat Ihr Hausarzt, der sich kritisch äußert bei 10 g Vitamin C?

Legen Sie Ihren Schalter um. Ab jetzt orientieren Sie sich ... an den Besten. Und ... lassen Sie das "aber".

 
 
 

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