Alkohol macht krank

25.09.2013
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… und nicht gesund, wie der Volksmund glaubt. Unterstützt und bestärkt in dem Irrglauben durch viele, viele wissenschaftliche Arbeiten. Wie die entstehen, weiß ich genau. Auch mir haben deutsche Firmen, hat die deutsche Weinindustrie angeboten, lukrative „Arbeiten“ und Statements zu produzieren. Hier geht es einfach um viel Geld.

Glauben Sie natürlich nicht. Besser gesagt, wollen Sie nicht glauben. Denn das abendliche Glas Wein… Oh Verzeihung: Gläschen Wein… Ich weiß.

Los geht’s: Wir sind uns einig, dass Ihr Leben, Ihre Gesundheit, Ihre Lebensfreude vom Immunsystem abhängt. Dass nun Alkohol die Abwehrkraft des Immunsystems gegen Virusinfektionen (auch HIV ist ein Virus) beeinträchtigt, war längst bekannt. Jetzt folgt der molekulare Beweis (BMC Immunology 2011, 12:55 doi). Alkohol hat gleich zwei negative molekulare Einflüsse:

Das antiviral wirkende Interferon IFN wird reduziert. Eine fast tödliche Aussage. Sie erinnern sich: Interferon ist die wirksame Geheimwaffe gegen Autoimmunkrankheiten, wenn man verzweifelt kämpft…

Entzündungsreaktionen werden über die Produktion des Zytokins TNFa verstärkt. Heißt übrigens Tumornekrosefaktor Alpha. Das Wort erklärt sich selbst. Und dass Entzündungen die Basis jeder Krankheit ist, wussten Sie.

Diese zwei Effekte erklären, weshalb Alkohol nicht nur die Gefahr von Infektionen erhöht, sondern auch den Verlauf vieler Erkrankungen verschlimmert und den Heilungsprozess hemmt. Deshalb – und jetzt wird’s wieder spaßig und typisch menschlich – deshalb schließt der Journalist diesen kurzen Report mit dem Satz:

„Es hat also gute Gründe, dass im Krankenbett auf den Genuss alkoholischer Getränke verzichtet werden sollte“.

Mitgelacht? Selbstverständlich nur auf dem Krankenbett. In der Redaktion darf ges… werden. Dann lässt man sich eben wieder krank schreiben. Wo ist das Problem?

Wie die Alkoholíndustrie Sie tatsächlich betrügt, entnehmen Sie bitte der unten stehenden Handskizze, von mir. Behauptet wird immer: Ein Glas Wein verlängert das Leben. Und wer nicht trinkt, lebt kürzer. Wissen Sie, woher das kommt? Weil in den peniblen Umfragen nur eine Sorte Mensch tatsächlich mit Sicherheit von sich sagt: Ich trinke nichts. Buchstäblich nichts. Das sind die Ex-Alkoholiker. Die schon beliebig kaputte Organe haben, zum Beispiel die Leber.

Wählt man als Bezugspunkt: „Absoluter Nichttrinker“ einmal die Mormonen, merkt man, dass Null Alkohol das Leben verlängert.

Hatte schon Prof. Ames, Biochemiker, immerhin Nobelpreisträger, so listig herausgefunden: Die untere Krebsschwelle liegt bei zwei Bier…pro Jahr.

 
 
 

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