Altmodische Problemlösung

19.09.2018
 

Sie glauben wirklich nicht, was täglich so auf meinem Schreibtisch landet. So eben ein gefaltetes Blatt Papier, herausgerissen aus einem Spiralblock. Darauf eine Nachricht, handschriftlich, mit Bleistift. Wissen Sie was?

Ein Diamant

Ich werd´s mir einrahmen. Auf diesem Blättchen Papier steht die Lösung wahrscheinlich aller Ihrer Probleme. Denn… dass es eine Lösung gibt, grundsätzlich, haben Sie gewisslich verstanden. Nur… wie kommt man darauf? Verrät uns die Bleistiftschreiberin:

MESSEN!

Dieser einfache Ratschlag hat das Leben der Schreiberin ganz offensichtlich nicht nur auf den Kopf gestellt, sondern gerettet. Hat sie wieder zum Menschen gemacht, der am Leben Teil hat. Zuvor war sie… abwesend. Verstehen Sie gleich. Denn ich zitiere:

„Lieber Dr. Strunz,
ich bin eine ehemalige Magersüchtige, dann Veganer.

Das heißt:
Depression
Herzschwäche
Amenorrhöe

(Dann erklärt sie mir: Alle drei Organe (also Hirn, Herz, Eierstöcke) bevorzugen den Fettstoffwechsel.)

Dann
Mein Doc erkennt einen Vitamin D – Mangel.
Meine Lösung: Lebertran.
Was passiert?
Ich habe keine Depression mehr!!!

Super, oder? Und so altmodisch!“

Zur Magersucht muss ich Ihnen nichts erzählen. Hat sich jeder so seine Gedanken gemacht. Unabhängig von Ursachen… die Folgen für den Körper sind katastrophal. Versteht jeder von uns. Und dann wurde sie Veganerin. Vegan leben ist höchste Kunst, wenn man gesund bleiben möchte. Klappt in der Regel auf Dauer jedenfalls nicht. Glauben Sie mir. Das hat die Dame verstanden. Resultat war das bekannte „tiefe Loch“:

Depression
Herzschwäche
Keine Regelblutung mehr, also fehlende Hormone.

Und dann hat jemand an das Wort „essentiell“ gedacht. Hat (zufällig?) den richtigen Stoff getroffen. Nämlich Vitamin D. Erinnert mich an ein Seil, das man jemanden tief im Kerkerloch herunterlässt und ihn herauszieht.

Wenn der erst einmal draußen ist, wieder normal denken kann, hat das Leben überhaupt erst eine Chance. Scheint hier der Fall zu sein.

MEDIZIN ist eben nicht gutes Zureden. Hoffen. Abwarten. Trösten. Sondern zupacken. Messen. Ersetzen. Und wenn´s nicht gleich beim ersten Stoff funktioniert… die Sache insgesamt ist doch recht übersichtlich. Es gibt nicht so sehr viele (wichtige) essentielle Substanzen.

Mein Glaubenssatz, inzwischen tausendfach bestätigt: Stimmt die Körperchemie, kann´s nur aufwärts gehen. Ist das Wichtigste geschafft. Dann nämlich hat man das Leben – vorher nicht! – selbst in der Hand. Kann laufen, meditieren, über seine Ernährung nachdenken.

 
 

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