Alzheimer-Patienten

20.06.2012
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tun mir einfach nur leid. Schon deshalb, weil der Verlauf dieser Krankheit so schleichend ist. Weil man anfangs noch so sehr viel davon mitbekommt. Weil die Seele weint. Erinnern Sie sich noch an den schrecklichen Satz von Rudi Assauer? (News vom 29.03.2012). Wenn's halt nur Einzelfälle wären. Aber es sind ja über eine Million Deutsche. Und werden rapide immer mehr. Das wirklich Schlimme daran ist, dass wir seit spätestens 2004 eindeutig und wissenschaftlich gesichert die Lösung kennen. Wissen, wie man Alzheimer erst gar nicht bekommt. In meinen Seminaren verkündet sogar noch einmal 10 Jahre früher. Jedes Wochenende. Ernüchternde Erkenntnis: Wissen hilft nichts. Man müsste auch handeln.

Was heißt handeln?

Lesen wir in Arch Neurol 2004 Jan;61 (1):82. Studiert wurden da zwischen 1995 und 2000 Senioren. 65 Jahre und älter. Immerhin 4740 Teilnehmer. Und gefunden wurde, dass

Vitamin E plus Vitamin C

den Alzheimer um 78% (prevalence) bzw. 64% (incidence) verhinderte. Wohl verstanden, nicht um 6% oder 11%, sondern um über zwei Drittel. Heißt für mich, dass diese Methode wahrscheinlich zu 100% wirken könnte, wenn man eben die Dosis der zwei Vitamine richtig anpassen würde. Denn hochinteressant:

Alzheimer wurde nicht verhindert, wenn Vitamin E allein genommen wurde. Oder Vitamin C allein genommen wurde. Oder ein Multivitaminpräparat genommen wurde. Oder nur Vitamin B-Komplex. Hochinteressant deshalb, weil uns das etwas über Dosis und Wirkungsweise sagt:

In Multivitaminpräparaten sind (in dieser Studie besprochen) typischerweise die "recommended daily allowance", nämlich von Vitamin E 22 I.E. und von Vitamin C die vorgeschriebenen 90 mg. Nützt nix.

Nur wenn die Patienten Vitamin E bis zu 1000 I.E. und Vitamin C 1 Gramm und mehr zusammen einnahmen, trat die Wirkung ein.

Zusammen verstehen wir ja inzwischen. Wir wissen, dass Vitamin E sehr schnell im Körper "aufgebraucht" wird, unbedingt von Vitamin C immer aufs Neue "aufgefrischt" werden muss. Weiß jedes Tier. Die tragen Vitamin C immer mit sich herum.

Wir kennen also die Lösung des Alzheimerproblemes. Wir bräuchten eben nicht weitere Millionen Deutsche in diesem Leid verlieren. Aber was tun wir? Ganz besonders wir, die verantwortlichen Ärzte? Wir sagen unseren Patienten, dass "die Vitaminlüge" im Spiegel zwar etwas reißerisch formuliert sei, aber im Kerne völlig richtig.

Erzählt mir heute ein Patient. Von seinem Hausarzt. Deshalb dieser Artikel.

 

 
 
 

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