Aminosäuren

22.03.2006
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DNA – Aminosäuren

Will man das zentrale Lebensprinzip des Menschen beschreiben, spricht man über die im Zellkern verankerte DNA, die genetische Information. Was ist deren Aufgabe? Die DNA enthält die codierte Gebrauchsanleitung, wie einzelne Aminosäuren zu Proteinen zusammengefügt werden.

Damit ergibt sich die zentrale Stellung von Aminosäuren und Eiweiß. Die DNA, unsere genetische Information, hat eben nichts mit Kohlenhydraten zu tun, hat eben nichts mit Fetten zu tun, sondern ausschließlich mit Eiweiß und seinen Komponenten. So entsteht Leben. Eiweiß ist Leben.

Aminosäuren fristen ein Stiefmütterchen- Dasein. Die Medizin beschäftigt sich mit Kohlenhydraten und Fetten. Und bisher nur am Rande mit Eiweiß.

Hier findet soeben ein langsamer Umschwung statt. Die DGE, die bisher immer behauptet hatte, dass wir sowieso zuviel Eiweiß essen, dass 0,7 g/kg Körpergewicht und nicht mehr eingenommen werden dürften, sagt jetzt, nach einer 180° Wendung, dass der Mensch mindestens 0,8 g/kg Körpergewicht benötige und dass 2g/kg Körpergewicht, also die 3fache Menge kein Problem sei.

Eine zum bisherigen diametral entgegengesetzte Aussage. Das Wort Eiweiß, die Aminosäuren nehmen ganz langsam Einzug in unser Denken, in unser Leben.

Hat man nämlich nur von einer einzigen essentiellen Aminosäure zu wenig, stimmt das ganze Leben nicht. Dann ist man das ganze Leben depressiv oder ohne Antrieb oder es fehlt die Erholung, oder es fehlt die Ausdauer, oder sind die Blutgefäße enggestellt und man stirbt an Herzinfarkt oder Schlaganfall (immerhin jeder 2. Deutsche). Fehlt auch nur eine einzige Aminosäure, kann der Körper das Immunsystem, das aus reinem Eiweiß besteht, nicht adäquat aufbauen und man bekommt Krebs. Immerhin jeder 3. Deutsche.

Und genau so ist das: Wir messen routinemäßig bei inzwischen 10.000enden die Menge der Aminosäuren im Blut und finden bei fast jedem Deutschen erschreckende Defizite. Was natürlich deren Krankheiten, was natürlich deren Lebensgefühl erklärt.

Hier kann man gezielt helfen. Man kann Aminosäuren gezielt einsetzen, um die Lebensqualität entscheidend zu verbessern. Beispiele:

Phenylalanin

Im Falklandkrieg wurden die Bomberpiloten nicht wie im 2. Weltkrieg mit Amphetaminen, sondern mit Phenylalanin im Grammbereich ausgestattet. Denn diese Aminosäure zerfällt im Körper zu Dopamin, dann zu Adrenalin und Noradrenalin, was genau wie Amphetamine aufputscht.

Wir wissen, dass Nikotin, genauso wie Kokain präzise auf dem gleichen Wege wirkt, nämlich über Dopamin und Noradrenalin.

Dass dies auch auf natürlichem Weg auch mit einer Aminosäure funktioniert, ist weithin unbekannt. Sporadisch wird berichtet, z.B. bei Triathleten, dass sie mehr Antrieb hätten, dynamischer wären, unbedingt trainieren wollten, wenn Sie mehr Eiweiß, oder auch Phenylalanin, essen. Dann also keinen inneren Schweinehund mehr kennen. Ein bekanntes Beispiel für dieses Prinzip ist Lance Armstrong.

Diese innere Dynamik, diesen Antrieb, wie er durch Dopamin und Noradrenalin vermittelt wird, kann man durch gezielte Gabe von Phenylalanin ebenfalls erreichen.

Übrigens: Wie hoch ist Ihr Phenylalaninspiegel im Blut?

Arginin

Die Nobelpreismedizin 1998 gab es für die Entdeckung, dass der Körper NO aus Arginin herstellt. NO, das Molekül des Jahres ist der einzige Stoff im menschlichen Körper, der Blutgefäße weit stellt. Aktiv öffnet. Wir haben viele Stoffe, die unsere Blutgefäße eng stellen, verkalken lassen. Aber eben nur diesen einen NO, hergestellt aus Arginin.

Misst man Arginin im Blut, findet man erschreckende Defizite bei fast jedem Deutschen. Das ist eine Tatsache. Diese Tatsache ist nicht bekannt, da Aminosäuren – außer von unserem Labor – kaum routinemäßig gemessen werden. Dies erklärt, warum jeder zweite Deutsche an verengten Blutgefäßen stirbt. Jeder einzelne Todesfall überflüssig.

Man braucht Arginin nur einnehmen, nur im Blut normalisieren, um den Effekt selbst festzustellen. Ein Zahnarzt berichtet, dass sein Bluthochdruck weg sei durch Einnahme von Arginin. Schon immer bekannt war, dass Menschen, die mehr Eiweiß essen, viermal seltener Herzinfarkt bekommen. Arginin! Wir beobachten, dass Arginin über NO auch auf die Körpermitte entscheidend wirkt. Viagra hat nämlich exakt die gleiche Wirkung (NO). Weitgestellte Blutgefäße im Gehirn bedeuten Wachheit, Konzentrations-Fähigkeit usw.. Schließlich dreht sich alles, was mit Leistung und jünger werden zu tun hat, um den allgemeinen Begriff Durchblutung, also weite Blutgefäße. Ganz langsam erst begreifen wir, dass all dies an einer einzigen Substanz festzumachen ist, nämlich Arginin.

Aus diesem Grund gibt es seit etwa 10 Monaten Arginin auch in der Apotheke. Und es laufen erste Studien: Arginin statt Viagra.

Übrigens: Wie hoch ist Ihr Argininspiegel im Blut?

Tryptophan

Die 11 führenden Neurophysiologen Deutschlands haben im Herbst 2004 in einem speziellen „Manifest“ festgestellt, dass Depression in der Regel Serotonin- Mangel sei. Eine ungeheuere Behauptung. Ein seelischer Zustand wird hier also durch ein Molekül beschrieben, das man messen kann. Serotonin wird im menschlichen Körper hergestellt in einem einzigen Schritt aus Tryptophan, einer essentiellen Aminosäure.

Dem wird Rechnung getragen. In den Apotheken gibt es Tryptophan gegen Depression. Bloß nicht in den Arztpraxen. In den Arztpraxen werden Präparate der Pharmaindustrie rezeptiert, nicht das natürliche Tryptophan.

Während die Pharma- Präparate laut ausführlichen Studien in ihrer Wirkung vergleichbar sind mit Placebo (z.B. Prozac, Fluctin), gibt es genügend Studien, selbstverständlich auch eigene Beobachtungen, dass Tryptophan immer hilft. Auf ganz natürliche Weise den Menschen besser schlafen lässt, die Stimmung bessert, Depression weg nimmt, Abstand schafft zu den quälenden Ereignissen des Alltages. Serotonin wird aus diesem Grund auch Chefhormon genannt, da es in einem Tierrudel, beim Leitwolf, beim Leitaffen vermehrt auftritt (macht gute Laune, macht souverän).

Aus gutem Grund heißt Serotonin in der yellow press „ Glückshormon“.

Übrigens: Wie hoch ist Ihr Tryptophanspiegel im Blut?