Angelina Jolie

18.05.2013
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Sensationsmeldung in allen Zeitungen auf diesem Globus: Die bekannte Filmschauspielerin hat sich beide Brüste entfernen lassen. Vorsorglich. Weil sie ein deutlich erhöhtes Risiko für Brustkrebs hätte, aufgrund eines Genes.

Das Brustkrebsgen. Jolie ist nicht allein: Schon melden sich die ersten Frauen auch in Deutschland, die den gleichen Schritt gegangen sind. Beide Brüste vorsorglich entfernt.

Angelina Jolie ist ein Vorbild. Es werden sich jetzt viele Frauen untersuchen lassen und sich zu diesem Schritt entschließen. Frägt man deutsche Professoren (Bildzeitung 15. Mai 2013), empfehlen die das tatsächlich. Nur ein einziger der interviewten Herren rät ab.

Nur ein einziger ist informiert. Die anderen sind es nicht, um es ganz höflich auszudrücken. Bitte lesen Sie dazu den beigefügten Artikel von Prof. Jones.

Deutlicher kann man das grobe Missverständnis nicht klarmachen. Das Missverständnis, dass es ein Krebsgen gäbe. Dem man dann hilflos ausgeliefert sei. Aber natürlich hat uns genau die Genforschung diesen wissenschaftlichen Unfug suggeriert und eingeredet. Resultat: Vorsorgliche Brustamputation. Und das wird so weitergehen.

Morgen werden wir lernen, dass deutsche Behörden ebenfalls unkundig sind. Deren Wissensstand 10 Jahre nachhinkt. Was ich freilich ganz genau weiß: Die werden sich in 10 Jahren nicht entschuldigen. Bei den verstümmelten Frauen.

Was Sie, liebe Leser, mitnehmen sollten: Sie sind tatsächlich privilegiert. Sie wissen über Epigenetik ziemlich gut Bescheid. Sie wissen jedenfalls mehr als deutsche Professoren (siehe Bild).

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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