Auch kurzsichtig?

27.03.2016
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Dann sind Sie in bester Gesellschaft. Haben den gleichen Fehler gemacht. Laut einer aktuellen Studie sind derzeit 2,4 Milliarden Menschen kurzsichtig. Brauchen also Sehhilfen. Klingt so wie Krücken.

Ist tatsächlich auch nichts anderes.

Kurzsichtigkeit nimmt rasant zu. Man erwartet, dass 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein wird. Wenn Sie jetzt fragen: „Na und?“ fehlt Ihnen Information: Kurzsichtigkeit ist eine Verformung des Augapfels. Eine ungute. Die auf Dauer leider sehr leicht und sehr häufig zur Netzhaut-Ablösung führt. Heißt übersetzt:

2050 wird Kurzsichtigkeit weltweit die Hauptursache für Erblindung sein. Erblindung! Nicht gewusst?

Selten habe ich so deutlich die Begründung für Kurzsichtigkeit aufgelistet gefunden:

  • Vor allem junge Menschen arbeiten immer länger am Computer und mit dem Handy.
  • Und lesen!
  • Und verbringen (daher) weniger Zeit im Freien.


Was steckt dahinter? Training. Falsches Training. Training der Augenmuskulatur. Welche ja für die Form des Augapfels zuständig ist.

    Wenn Sie auf 30 cm scharf sehen wollen, müssen Sie Augenmuskeln anspannen. Welche Ihren Augapfel in längliche Form quetschen und pressen. Und wenn Sie diese Muskeln oft genug, täglich, stundenlang „trainieren“, dann gewöhnen die sich daran. Dann verkürzen die. Dann bleibt der Augapfel so. Und Sie nennen das Kurzsichtigkeit.

Kann man wunderschön an Tieren, gehalten in Käfigen, beweisen. Die zwingt man, sich auf 30cm zu akkommodieren. Die werden alle kurzsichtig. Erinnern Sie sich an News vom 21.02.2015 www.strunz.com. Japanische Kinder in Großstädten, Leseratten, werden grundsätzlich kurzsichtig. Kinder weitab auf den Inseln, die noch umherstreifen, draußen spielen, in die Ferne gucken… bleiben normal.

Kurzsichtigkeit ist also nichts weiter als falsches Übertraining. Übertraining der Augenmuskulatur. Zeigt selbstverständlich den Weg zur Lösung, zur Heilung: Muskeln kann man um-trainieren. Logisch. Das dumme daran: Man muss es tun. Sind wir wieder am entscheidenden Punkt.

Quelle: Ophthalmology, 2016, Brien A. Holden
 
 
 

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