Auch Sportler haben ein Herz

10.11.2016
 

… welches gelegentlich weh tut. Extra-Schläge produziert. Den Sportler beunruhigt. Völlig zurecht.

Dumm nur, wenn der kluge Sportler den Kardiologen aufsucht, gründlich untersucht wird, und nichts gefunden wird. Dumm deshalb, weil er die Beschwerden ja unverändert weiterhin verspürt. Und beunruhigt ist.

    In einem Punkt habe ich meinen Berufsstand nie verstanden: Da beklagt ein Mensch ein Leid. Der Arzt untersucht gründlich, gewissenhaft und findet nichts. Und sagt dann tatsächlich: Sie haben nichts. Bin ich jedes Mal fassungslos, wenn Sie mir das berichten. Und das tun Sie fast täglich. Wie kann irgendjemand zu Ihnen sagen: „Sie haben nichts“, wenn Sie es doch besser wissen. Sie spüren es doch, oder? Korrekt müsste es eben heißen: Wir haben nichts gefunden. Wir können es Ihnen nicht erklären. Das wäre akzeptabel.

Anlass dieser News ist ein Sportler mit Herzrhythmusstörung. Immer wieder. Störend mitten im Marathon, wie Sie sich vorstellen können. Da muss er sich immer kurz hinlegen und hoffen… nein, nein, nicht hoffen, dass er jetzt am Leben bleibt, so klug ist er schon. Sondern hoffen, dass das Herz sich wieder beruhigt. Und dem habe ich eine Geschichte erzählt. Nur zur Beruhigung.

Die Geschichte kennen Sie bereits vom 16.02.2007. Spannend ist sie trotzdem. Auch beim zweiten Mal:

Da besucht mich soeben ein früherer Radprofi. Hochleistungssportler. Jetzt viel reisender Manager. Kommt soeben aus New York, wo er zwei Mal im Krankenhaus landete. Beim ersten Mal Verdacht auf Schlaganfall, beim zweiten Mal Verdacht auf Herzinfarkt. Gefunden wurde jedoch nichts.

Nichts gefunden? Nun ja. Der leicht beunruhigte junge Mann (wann folgt die dritte Attacke?) hatte – gemessen hier und heute - einen typischen Arginin-Mangel. Arginin – eine Aminosäure. Im Eiweiß enthalten. Inzwischen sind Sie ja alle Experten:

Arginin ist genau der Stoff, der über die Bildung von NO die Blutgefäße weit stellt, sie buchstäblich aufsprengt (Prinzip Nitroglycerin, NO3). Arginin gibt es ja inzwischen sogar in deutschen Apotheken. Als Pulver.

Wird in deutschen Arztpraxen (Laborauskunft) sehr selten gemessen. In Deutschland gibt es dafür den Ausdruck „Herzneurose“. Also Herzbeschwerden ohne organisch fassbaren Befund.

All die Zusammenhänge sind bekannt seit Vergabe des Medizin-Nobelpreises 1998. Warum ich dies schreibe? Weil ich es tröstlich finde, dass auch die medizinisch so hoch gelobten Krankenhausärzte in Amerika ihre eigenen Nobelpreis-Arbeiten offenbar nicht lesen.

Wir messen Arginin routinemäßig seit 1996. Wussten Sie, dass Menschen mit eiweiß-betonter Kost vier Mal weniger Herzinfarkt erleiden? Jetzt wissen Sie weshalb: Arginin.

 
 

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