Austherapiert

14.07.2017
 

Ist ein offizieller Begriff aus der Schulmedizin. Durfte ich soeben schriftlich in einer Mitteilung meiner zuständigen Ärztekammer lesen. Austherapiert. Heißt: Kann man nichts mehr machen. Sie sind zum Tode verurteilt.

Ein menschenverachtendes Wort. Für mich ein Wort aus der faschistischen Schublade. Da erheben sich weiß bekittelte Ärzte zu Göttern und bestimmen über Leben und Tod. Lassen den Menschen nicht einmal die Chance einer Spontanheilung. Die es ja unzweifelhaft gibt. Selbst in der Schulmedizin. Aber auch die nehmen sie dem Patienten weg: Tiefste Hoffnungslosigkeit. Sie sind austherapiert. Beispiel gefällig?

  • „Ich durfte von Ihnen schon sehr viel lernen, konnte meinen Mann, dank Ihnen, sehr gut durch einen Schlaganfall bringen. Ärzte im Krankenhaus: Austherapiert, da geht nichts mehr, das war 2007 und er saß im Rollstuhl mit schlimmen Depressionen:
  • Heute ein quietschfideler Mensch, energiegeladen und durch und durch aktiv. So viel zu austherapiert.“

Eine Patientin. Die eine tiefere Einsicht hat als offenbar die damals behandelnden Ärzte.

Austherapiert. Das schlimmste, was man seinen Mitmenschen antun kann. Per Eid schlichtweg verboten für jeden Arzt. Und die Schulmedizin tut’s trotzdem. Ich hab’s schriftlich vor mit liegen.

 
 

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