Betreff: Makula-Degeneration

13.03.2012
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Schreibt mir ein Patient, selbst Doktor, einen Brief. Er sei soeben wegen seiner Makuladegeneration, also der drohenden Erblindung, in der Universitätsklinik gewesen. Und da hätte ihm - zu seiner großen Überraschung - bereits der voruntersuchende Arzt "Proben zweier Präparate übergeben". Nämlich Nahrungsergänzungsmittel.

Schau, schau! In der Uniklinik.

Und beim Abschlussgespräch hätte ihm Prof. Kruse erzählt, dass in einer großen US-Studie Patienten mit Nahrungsergänzungsmitteln "einen signifikant besseren Verlauf der Makuladegeneration gezeigt hätten". Dazu hätte Prof. Kruse wörtlich kommentiert "warum diese Wirkung durch Nahrungsergänzungsmittel erfolgt ist, sei zwar unklar, aber man wolle den eigenen Patienten diese Besserungschance nicht vorenthalten".

Zum zweiten mal: Schau, schau. In der Uniklinik.

Deutschlands Medizin wacht also auf. Nachdem die Pharmaindustrie sie bei dieser Krankheit ja im Stich lässt. Da besinnt man sich dann notgedrungen auf...die Natur. Notgedrungen. Weshalb diese Mittel helfen?

Wenn irgendetwas leicht erklärbar ist, dann doch wohl das. Nehmen Sie ein Auto. Einen Sechszylinder. Schrauben Sie drei Zündkerzen raus. Was haben Sie dann? Ein krankes Auto. Einen Dreizylinder. Stottert so vor sich hin. Und wird wohl bald "sterben". Kaum setzen Sie die fehlenden drei Zündkerzen wieder ein, wird das Auto glücklich 100.000 Kilometer vor sich hinschnurren.

Ist solch ein simpler Zusammenhang wirklich so schwer zu vermitteln? Sogar Professoren? Offenbar ja.