Bewegungsmangel, Krankheit und Tod.

24.10.2012
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In einer der berühmtesten medizinischen Fachzeitschriften, "The Lancet", hat eine Gruppe von Wissenschaftlern soeben etwas Ungewöhnliches gewagt. Die haben geschätzt und berechnet. Wollten einmal an Zahlen weltweit festmachen die Tatsache, dass körperliche Inaktivität, also sitzen bleiben, mitverantwortlich ist für Herzinfarkt, Krebs und Tod.

Heißt in meiner Sprache: Wer sich hinsetzt, (Vorsicht: Gilt für Sie und mich jeden Tag aufs Neue), wer sich hinsetzt also, schaltet ein Krankheits- und Todesprogramm ein. Eine nüchterne, sachliche Feststellung.

Die Wissenschaftler berechnen also, dass Bewegungsmangel weltweit verantwortlich ist für

  • 6% der Herzleiden
  • 7% des Diabetes II
  • 10% des Brustkrebses
  • 10% des Darmkrebses
  • 9% für den vorzeitigen Tod

Nach ihren Berechnungen war fehlende körperliche Aktivität schuld an 5,3 Millionen von weltweit 57 Millionen Todesfällen im Jahr 2008. Damit ist Bewegungsmangel vergleichbar mit der Wirkung des Rauchens.

Interessant: Ein Drittel der erwachsenen Weltbevölkerung gilt als inaktiv. Unter den 13-15jährigen trifft das sogar für 80% zu (ich habe 2 Kinder. Kann das bestätigen).

Definiert wurde inaktiv mit weniger als drei mal die Woche sich kräftig oder weniger als fünf mal die Woche sich mäßig anstrengen (30 Minuten).

Mein Kommentar: Weit unterschätzt. Sie können die Prozentzahlen ohne Weiteres verdrei- bis verfünffachen. Deshalb, weil tägliche, anstrengende Bewegung ja zu Zweit- und Drittreaktionen führt. Andere Dinge anstößt. Das Leben und das Denken generell verändert. Und damit noch sehr viel wirksamer ist gegen Krankheiten und den Tod.

Ganz, ganz neu ist, dass diese letzten Sätze beweisbar sind. Seit wir Telomere vermessen können.

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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