Bitte ankreuzen.

25.09.2015
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Was hätten Sie denn gern? Vom Leben im Allgemeinen? Oder etwas präziser: Welche unangenehme Krankheit favorisieren Sie? Bitte einfach ankreuzen.

Es gibt Ärzte, die so plakativ denken wie ich. Die immer alles möglichst übersichtlich zusammenfassen müssen. So ein Arzt ist Professor Wortman. Von der Uni in British Columbia. Dem am eigenem Leibe (der ist also authentisch), am eigenem Leibe aufgegangen war, dass ein ganzes „Kontinuum“ von krankhaften Zuständen der heutigen Menschheit, besonders in Deutschland, zusammenhängen. Er zählt auf:

  • Übergewicht und Fettsucht
  • Metabolisches Syndrom
  • Typ II Diabetes
  • Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Künstliche Abgrenzung, nennt er das. Man könne das alles unter einen Hut bringen. Und der Hut heißt

Insulinresistenz

also die zunehmende Unempfindlichkeit Ihrer Körperzellen, auch der Muskelzellen gegenüber Insulin. Damit dann doch noch etwas passiert, muss der Insulinspiegel einfach steigen, das heißt Ihre Bauchspeicheldrüse muss schuften. Mehr und mehr. Die Zellen werden umso resistenter… und irgendwann streikt die Bauchspeicheldrüse. Dann brauchen Sie Insulin. Das war´s dann meistens.

Fast poetisch zusammengefasst in einer Arbeit des J Intern Med in 2000, wo wir lesen, „das metabolische Syndrom ist wie ein Eisberg, dessen sichtbare Spitze die Glucoseintoleranz ist, bei dem aber noch eine ganze Reihe von Risikofaktoren unter der Wasseroberfläche lauern.“

Und da lauert Unheimliches. Wir machen uns so gar keine Vorstellung, was wir uns mit der Erfindung der leeren Kohlenhydrate eingehandelt haben. Ich schreib einfach ab:

  • Oxidativer Stress
  • Entzündung
  • Thromboseneigung
  • Polyzystisches Ovar-Syndrom
  • Sodbrennen/Reflux
  • Schlafapnoe
  • Asthma
  • Depression
  • Osteoporose
  • Alzheimer
  • Krebs

Gewusst? Was da so alles mit diesem Eisberg zusammenhängt? Ärzte blühen bei diesen Worten auf. Das haben wir studiert. Wir kennen tatsächlich 25 (in Worten 25) Kategorien von Pillen, um metabolisches Syndrom und Typ II Diabetes (in meiner Sprache Fettsucht) zu behandeln (behandeln heißt nicht heilen), nämlich

  • Blutzuckerkontrolle: Sulfonylharnstoff, Meglitinides, Biguanide, TZD´s, Alpha-Glucosidase Hemmer, SGLT2, DPP-4 Hemmer, Insulin
  • Blutdruckkontrolle: ACE Hemmer, Diuretica, Beta-Blocker, Vasodilatoren, Kalziumkanalblocker
  • Cholesterinkontrolle: Statine, Niacin, Ballaststoffe, Cholesterin-Absorptions Hemmer
  • Gerinnungskontrolle: ASS
  • Entzündungskontrolle: (Statine)
  • Gewichtskontrolle: SNRI, Lipase Hemmer, Appetitzügler

Ist das  nicht „total spannend“, wie mein Töchterlein sagen würde? Da tun also Menschen nichts weiter, als sich eine Wampe anfressen (nichts leichter als das; entschuldigen Sie bitte trotzdem diesen Ausdruck), und dann kann die Schulmedizin so viel herrliche, verschiedene, lateinische Worte erfinden, um diesen Primitivzustand zu beschreiben. Und mit Milliarden Euros (Pharmaindustrie) zu umschmeicheln. Denn mehr ist es ja wohl nicht.

Ist das nicht alles fantastisch? Science Fiction? Irreal? Ein Vielhundert-Milliarden Dollar Markt, den man blitzschnell beenden könnte mit zwei Wörtchen: „No carb“. Könnte.

Weshalb sollte man?

Quelle: http://www.biznews.com/low-carb-healthy-fat-science/2015/02/27/can-you-cure-type-2-diabetes-with-diet-dr-jay-wortman-proves-you-can/

 
 
 

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