Blickwinkel

22.10.2009
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Ihre Gedanken bestimmen Ihr Leben. Ihre Zukunft. Ihr Glück. Mit Ihren Gedanken beeinflussen Sie nicht nur, Sie gestalten tatsächlich jeden einzelnen Tag. Das ist sowohl Quantenphysik pur, wie auch geronnene Lebenserfahrung jeden Arztes.

Der Sie jahrelang erlebt. Meist in Ihrem Leid. Entscheidend ist eben Ihr Blickwinkel. Die Art, wie Sie das Leben betrachten.

Beispiel Nobelpreis: Da bekommen also dieses Jahr drei Forscher den Nobelpreis für Medizin. Für ihre Arbeit über Telomere. Telomere sind die Schutzkappen auf den Chromosomen. Die Schutzkappen werden immer kürzer ... und wenn sie weg sind, sind Sie tot. Es geht also darum, die Schutzkappen möglichst lange zu erhalten, möglichst sogar zu verlängern.

Jetzt gibt es zwei Betrachtungsweisen. Zwei Blickwinkel. Den einen, den typisch deutschen finden Sie in den Medien. Übrigens in allen. So in der WAMS 41 am 11.10.09. Dort werden diese Telomere erklärt

durch Krankheiten

Telomere hätten es ermöglicht, spezielle Erbkrankheiten richtig einzuordnen. Einige Haut- und Lungenleiden sowie ein erbliche Blutarmut als Störung der Telomere zu erklären. Und ganz entscheidend seien die Telomere beim Krebs. Verantwortlich für die Bösartigkeit der Krebszelle.

Das ist der deutsche Standpunkt. Der seriöse. Von "wissenschaftlichen" Mitarbeitern deutscher Zeitungen.

Es gibt auch andere Betrachtungsweisen. Es gibt Menschen, die anders denken und deshalb ein anderes Leben führen. So ein anderer heißt Peter Greif. Ihr Marathontrainer (hoffentlich). Der mir am gleichen Tag einen wissenschaftlichen Artikel schickt über die Tatsache, dass Menschen, die zeitlebens joggen, deutlich längere Telomere und damit ein längeres Leben haben.

Nix Erbkrankheit. Nix Blutkrankheit. Nix Krebs. Längeres Leben. Eine andere Betrachtungsweise, ein anderer Blickwinkel des gleichen Nobelpreises.

Das Schlimme an der Sache ist, dass solche Journalisten, die Zeitungen, die Medien Sie tagtäglich berieseln, behämmern, Ihnen suggerieren, das Leben sei schlimm und böse. Bestände nur aus Krankheit, Terror und Tod.

Mein Vorschlag: Wann immer jemand Ihnen irgendetwas erzählt, fragen Sie ihn zuerst nach seiner Marathonzeit. Wenn er stottert und stammelt ... verschließen Sie Ihre Ohren. Nicht nur ich habe die Erfahrung gemacht, dass Läufer das Leben anders betrachten:

Den Nobelpreis für Medizin 2009 gab es also für "Forever young".

 
 
 

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