Braunes Fett

29.01.2010
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könnte der heilige Gral des 21. Jahrhunderts werden. Könnte uns retten vor der (seit 2001) gefährlichsten Krankheit dieses Globus: dem Übergewicht. Mit all den bekannten Folgen.

Braunes Fett speichert eben dasselbe nicht, sondern verheizt es. Ist eine regelrechte Kiloschmelze.

Erwärmt viele Tiere im Winterschlaf und wärmt uns als Babys am Nacken, den Schultern, den oberen Rücken. Beim Erwachsenen kaum noch nachzuweisen. Leider. Denn braunes Fett könnte unsere Rettung sein: Prof. A. Pfeifer/ Uni Bonn teilt uns trocken mit, dass allein

50 g der braunen Fettzellen binnen eines Jahres 5 kg pulverisieren können. Ohne Diät. Ohne Sport.

Na, das wär's doch. Her mit dem Fett, dem braunen. Ist leider schwer nachzuweisen. Erst im April 2009 dank PET-CT-Scan hat man "irrige Signale" im Nacken- und Schulterbereich von uns Erwachsenen identifizieren können als hochaktive Fettzellen.

Leider nur Mini-Mengen. Und leider überwiegend schlafend. Inaktiv. Natürlich sucht man jetzt einen Weg, das braune Fett zu aktivieren, es zum Brennen zu bringen. Normale Mediziner haben hier noch keinen Weg gefunden. Molekularbiologen wissen das längst. Nur spricht eben der eine nicht mit dem anderen. Der Wunderstoff heißt DNP. Dinitrophenol. Der aktiviert braunes Fett. Macht - oh Wunder - aber auch normale Fettzellen zu Brennöfchen, indem es kleine Löchlein brennt in die inneren Membranen der Mitochondrien, der Kraftwerke. Und durch diese neu gebrannten Löchlein fließen die Protonen, die normalerweise für die Energieerzeugung benötigt werden einfach ab. Nutzlos. Verpuffen in Wärme. DNP macht praktisch einen Kurzschluss in den Mitochondrien.

Braunes Fett ist 2009 wieder aktuell geworden. Seit man es nachweisen kann. Der Trick mit dem DNP wird noch ein paar Jährchen brauchen. Bis er bekannt wird. Unter normalen Ärzten.

P.S. (natürlich wieder ein P.S.): Würden Sie nicht einnehmen. Macht Sie heiß, lässt Sie schwitzen, macht Sie nervös. Mein praktischer Rat: Laufen Sie lieber.

 
 
 

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