Britta Steffen

18.08.2008
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gewinnt Gold. Sie allein. Alle anderen deutschen Schwimmer, deutschen Schwimmerinnen sind längst ausgeschieden.

Die haben aber doch wohl das Schwimmen nicht verlernt! Nun ja, das nicht, aber ... lesen Sie noch einmal News vom 04.08.08.

Erinnern Sie sich? 1989 habe ich mal ein Interview gegeben. Und bin damit massiv ins Fettnäpfchen getreten. Bei all den Könnern, den Profis, den Experten.

„Am Tage des Wettkampfes, habe ich gesagt, zählt Ihr Training noch 5%. Gilt auch für Ihre berufliche Ausbildung. Und Ernährung zählt bereits 15%. Ist also drei mal wichtiger als Ihr Training. Als Ihre Ausbildung. Entscheidend für den Sieg aber, nämlich 80% sind mentale Techniken. Entscheidend auch für Ihren beruflichen Erfolg“.

Völliges Unverständnis bei all den Sportlern um mich herum. Ich war ja nur ein unbedeutender Quereinsteiger, ein Anfänger. Der dummerweise bei den härtesten Wettkämpfen dieser Welt gleich drei mal (in seiner Altersklasse) gewonnen hatte. Als Anfänger.

Als ob mir nicht klar gewesen wäre, dass ich in den wenigen Monaten doch keinesfalls trainiert war im Sinne der Profis. Ich wusste aber eines: All die Experten, all die Profis, all die Könner

... können die im entscheidenden Moment ihr Können auch wirklich einsetzen?

Nun, Olympia beweist uns, dass die Schwimmer und Schwimmerinnen Deutschlands das jedenfalls nicht konnten. Lesen Sie daraufhin noch einmal den kleinen, bescheidenen Satz von Britta Steffen, Olympiasiegerin.

Anmerkung: Wann eigentlich fangen Sie endlich damit an, solche Texte nicht nur zu lesen, sondern auch umzusetzen? Ich spreche doch ganz lieb und menschlich von Techniken, also von Dingen, die man lernen kann. Indem man übt.

Dazu auch News vom 20.08.08

 
 
 

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