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Corona… und Danke!

15.04.2020 | Strunz
 

Vor ein paar Tagen habe ich mich bei Ihnen bedankt. Bedankt für all die Mühe, die Einschränkungen, die Aufgabe Ihrer Bürgerrechte, die Arbeitslosigkeit, den hunderttausendfachen Ruin, die Zerstörung der Wirtschaft, kurz und gut bedankt, für den einmaligen, bisher noch nie dagewesenen Verzicht auf Leben und Lebensqualität für ….


etwa 5.000 (bisher 3.400) alte Zausel, so wie ich einer bin. Sie wollten mit diesem denkwürdigen Kraftakt also unsere (auch meins) ca. 5.000 Leben retten.


Moment. Nicht retten. Die schlussendlich ca. 5.000 Coronatoten sind im Schnitt 80 Jahre und schwer krank. Sie haben deren Tod etwas verzögert. Bezahlt mit dem Ruin der deutschen Wirtschaft. Einverstanden: Ein Menschenleben, auch das eines 90-jährigen, ist nun einmal unser höchstes Gut. Aber sagen Sie mal…

… haben Sie da nicht etwas vergessen?

Jetzt zitiere ich Wort für Wort eine „Anfrage“ von Frau Geilersdorfer vom 07.04.2020:


„Sagte gestern eine alte Dame zu mir, sie will lieber an Corona sterben, als tagelang alleine zu sein und zuschauen zu müssen wie ALLES, was sie und ihr Mann nach dem Krieg und die Jahrzehnte danach für ihre Kinder und Enkel aufgebaut haben, kaputt geht.

Habt ihr die Alten und Kranken schon mal gefragt ob sie wirklich vor uns beschützt werden wollen?

Habt ihr die Alten schon mal gefragt, wie groß ihre Angst vor dem Sterben wirklich ist?

Habt ihr die Alten und Kranken gefragt, wie schlimm es ist, tagelang alleine zuhause zu sitzen und mit ihrer Angst alleine zu sein, ohne Ablenkung?

Habt ihr die Alten und Kranken gefragt, die wissen, dass ihre Stunden gezählt sind und dass sie ihren Lieben nicht mal mehr persönlich sagen können, wir sehr sie sie lieben?

Habt ihr die Alten und Kranken gefragt, die sich in der Stunde ihres Todes nichts mehr wünschen als ihre Lieben ein letztes Mal zu berühren oder in den Arm zu nehmen?

Habt ihr die Alten und Kranken gefragt, die ein Leben lang gläubig waren und jetzt in der Stunde ihres Todes nicht mal ein Pfarrer zu ihnen darf?

Habt ihr die gefragt, die weinend vor einer Klinik stehen und wissen, dass ein geliebter Mensch gerade drinnen stirbt und sie nicht dabei sein dürfen?

Habt ihr auch die Jungen gefragt, die in Todesangst in der Krebsklinik liegen und vor der nächsten Behandlung so viel mehr Angst haben als vor Corona und sich nur eine Hand wünschen, die nach ihnen greift, um ein bisschen die Angst zu nehmen?

Habt ihr diejenigen gefragt, die kein Skype haben oder gar nicht mal mehr telefonieren können, weil sie zu schwach sind, den Hörer zu halten, wie sehr sie die Besuche und Berührungen vermissen?

Habt ihr die gefragt, die wissen, dass es ihr letztes Osterfest ist und sie Weihnachten nicht erleben werden, wie es ist, es ohne ihre Lieben zu verbringen?

Habt ihr die Alten gefragt, wie groß ihre Angst vor Inflation ist, und dadurch wieder vor dem Nichts zu stehen und sogar ihre paar Euro Rente infrage stellen?

Habt ihr die Gläubigen gefragt, die ein Neugeborenes ohne Nottaufe beerdigen müssen?

Habt ihr die gefragt, deren Wochen gezählt sind, und ihr letzter und einziger Wunsch es ist, noch einmal die Berge oder das Meer zu sehen?

Wollen sie wirklich vor uns und einem Virus geschützt werden!?

- es geht nicht nur darum, dass das Grundgesetz außer Kraft gesetzt wird
- es geht nicht nur darum, dass Existenzen von Millionen zerstört werden
- es geht nicht darum, dass wir Gesunden uns einschränken müssen
- es geht nicht um Mainstream oder Verschwörungstheorien

ES GEHT UM DIE, FÜR DIE ES K E I N MORGEN GIBT - KEIN "NACH DER KRISE" - KEINE ZWEITE CHANCE“.


Wie wahr. Sie haben mich jedenfalls nicht gefragt, liebe Leserinnen, lieber Leser, Sie haben einfach nur … brav genickt. Und sich einspannen lassen.

PS: Übrigens glauben wir ja – auch ich – an Zahlen, an Ansteckung, an naturgegebene Abläufe. Und vergessen immer, immer wieder den Schwachpunkt „menschliches Handeln“.

Tagtäglich frage ich mich, wie es zu solchen „Massensterben“ kommen konnte. So plötzlich so viele. Und finde dann so banale Sätze wie:


Am 08. März entschied die Regierung, „leicht erkrankte Corona-Patienten in Seniorenwohnheimen unterzubringen. Ein tödlicher Fehler, durch den unzählige alte Menschen infiziert wurden und starben. Wer sich dem widersetzt hätte, hätte die Förderung verloren, also hielten alle den Mund“. Erklärte jetzt ein Leiter von 400 Senioren-Residenzen, in Italien. Reicht mir schon.


Immerhin beginnt soeben an der Uni Kiel eine Corona-Studie: „Vitaminmangel und Immunsystem“.

 
 

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