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Corona und der Experte

24.03.2020 | Strunz
 

Experten sind in meinem Weltbild nicht Theoretiker, Beamte im Robert-Koch-Institut (täglich im Fernsehen), sondern die da draußen. Wir da draußen.

Über Gesundheit sprechen sollte nur ein Mensch, der mit Kranken tagtäglich zu tun hat. Bücherwissen hilft uns nicht weiter. Solch ein wirklicher Experte ist Professor Streeck, Chef des Institutes für Virologie und HIV-Forschung an der Uni Bonn.

Professor Streeck ist (Zitat) wahrscheinlich der Virologe, der die meisten Patienten in Deutschland gesehen hat. Betonung liegt auf Patienten und auf gesehen.


Der ist in dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg von Haus zu Haus zu jedem Infizierten gegangen und hat die Menschen befragt. Hat Symptome erfasst, dabei neue entdeckt, hat Luftproben entnommen, Abstriche von Türklinken, Handys und Fernbedienungen, hat sogar Toilettenwasserproben eingesammelt.


Ein Praktiker. Solchen Leuten glaube ich. Noch dazu, wenn eine fundierte Ausbildung dahinter steckt. Und solchen Leuten höre ich zu. Sie auch? Prof. Streeck spricht:


  • Der typische Covid-19-Patient zeigt nur milde Symptome. Zu dem Ergebnis kommt auch eine chinesische Studie aus der Metropole Shenzhen, die herausgefunden hat, dass 91 Prozent der Infizierten nur milde bis moderate Symptome zeigen….

  • Richtig ist, dass der neue Erreger dem alten SARS-1-Virus ähnelt, zu 80 Prozent genetisch verwandt ist.
    Der neue Erreger ist gar nicht so gefährlich, er ist sogar weniger gefährlich als Sars-1.

  • Sars-CoV-2 befällt den oberen Rachenbereich, ist deshalb viel infektiöser, also ansteckender, weil er leicht „von Rachen zu Rachen“ springt. Sars-1 (das frühere Virus) nistete in der tiefen Lunge, war nicht so infektiös.

  • Covid-19-Erreger fanden sich bisher nie in Blut oder Plasma.

  • Kinder stecken sich genauso häufig mit dem Erreger an wie Erwachsene, entwickeln allerdings nur leichte oder gar keine Symptome.

  • (zum Thema Italien mit dem erschreckend vielen Todesfällen): Hinzu kommt, dass dort (in Italien) auch nachträglich die Toten auf Sars-CoV-2 getestet werden. Auch in China gingen anfangs die Todeszahlen stark in die Höhe, nicht aber die Infektionszahlen, weil man sich dort ebenfalls auf die Toten konzentrierte.

Kommentar Strunz: Haben Sie das verstanden? Haben Sie das wirklich durchschaut? Da stirbt jemand an Krebs. Wird im Nachhinein getestet, ist Corona positiv. Kommt in die Statistik „Corona Toter“. Aber weiter im Text:


  • In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf.

  • In Deutschland sterben jeden Tag rund 2500 Menschen, bei bisher 12 Toten gibt es in den vergangenen knapp 3 Wochen eine Verbindung zu Sars-2 (Kommentar Strunz: Das Wort „Verbindung“ haben Sie bitte verstanden).

  • Es könnte durchaus sein, dass wir im Jahr 2020 zusammengerechnet nicht mehr Todesfälle haben werden als in jedem anderen Jahr.

Das Interview habe ich am 20.03.20 gelesen. Heutzutage muss man ja das Datum dazuschreiben. Im gleichen Moment im Radio: Berlin hat seinen ersten Covid-19-Todesfall. Der Herr war 95.

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/neue-corona-symptome-entdeckt-virologe-hendrik-streeck-zum-virus-16681450.html

 
 

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