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Corona und ein bisschen Philosophie

25.04.2020 | Strunz
 

Die Corona-Krise ist eine Zäsur. Ein Einschnitt. Ein Stopp-Signal. Hat nicht nur Sie und mich, sondern die ganze Welt (einmalig!) aufgerüttelt. Zum Nachdenken gebracht.

 

Und dank Digitalisierung, dank Internet, dank social media ein ungeheuerliches Geschnatter initiiert. Hat jedem aufmerksamen Menschen einen ungeahnten, außerordentlich verräterischen Einblick in das Denken seiner Mitmenschen gewährt.

MOTTO: Das Unglück ist, dass jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht, dass es auch anständige Menschen gibt.

 

Jeder von uns weiß, wir sind uns alle einig über die Tatsache, dass im Verlauf dieser Katastrophe Fehler gemacht wurden. Grobe Fehler. Gewaltige Fehler. Dass auffällig vieles schief gelaufen ist. Macht im Obsthandel vielleicht nicht so viel aus, aber hier ging es um Menschenleben. Ganz sicherlich sind Tausende verfrüht oder gar umsonst gestorben.

 

Beispiel die Verfügung der Regierung, in die (Gründe kennen Sie) halbleeren Seniorenheime Corona-Kranke zu verlegen. In Italien. Die Katastrophe war absehbar.

 

Die Fehler, die Fehlentscheidungen von Verantwortlichen, also von Beamten, beispielsweise im RKI, von Beamten in der WHO, von auch unserer Regierung werden immer deutlicher im Nachhinein. Noch einmal: IM NACHHINEIN.

Den Punkt würde ich gerne betonen. Sie wissen mir zu viel … besser. Ich lese tagtäglich sicher hundert Seiten zum Thema. Überall prima Vorschläge. Im Nachhinein.

Sie sollten – Danke, Corona-Krise – die jetzige Zäsur als Stopp-Signal verstehen. Mal von Ihren gewohnten Gedankenpfaden abweichen. Das ist „falsch“, der hat „unrecht“, „so ein Depp“… Denken Sie doch nur einmal über sich selbst nach.

 

Heute wissen Sie ganz genau, was Sie vor 20 Jahren falsch gemacht haben. Was Sie vor 10 Jahren viel besser hätten machen können. Welche falsche Entscheidung Sie vor 5 Jahren gefällt haben.

 

Alles Unfug. Noch nie auf den Gedanken gekommen, dass Sie in dem Moment der Entscheidung genau die einzig richtige Entscheidung getroffen haben? Genau die, die unter den gegebenen Umständen damals unbedingt getroffen werden musste? Und dass quälende innere Dialoge im Nachhinein, also heute, doch wohl die Vergangenheit nicht ändern, oder?

 

  • Sie können allenfalls etwas gelernt haben. Und heute vielleicht auf Grund Ihrer Erfahrung andere Entscheidungen treffen. Einverstanden.
  • Sie könnten aber auch – so wie ich das inzwischen tue – die Vergangenheit als gegeben, richtig und optimal gelebt empfinden. Daraufhin ein bisschen heller in der Seele werden. Heute.

 

Und daher in Zukunft sehr viel getroster durchs Leben gehen. Was auch immer für eine Entscheidung Sie heute oder morgen treffen, es ist die „richtige“. Per Definition. Und wenn jemand Sie kritisiert, dann soll er es doch anders, besser machen. Seiner Meinung nach.

Zum PUNKT: Zerfressen Sie sich nicht selbst mit Ihrer ständigen Kritik um die Bewältigung der Corona-Krise. Akzeptieren Sie: Die Krise wird bewältigt. Übrigens von anderen, nicht von Ihnen. Weshalb mischen Sie sich überhaupt ein? Haben Sie Verantwortung übernommen? Für Ihr Städtisches Krankenhaus?

Werden Sie einfach ein bisschen zuversichtlicher. Sie haben in diesen Zeilen längst gelernt, was Eigenverantwortung heißt. Das hat sehr wohl positive Seiten. Sie haben Ihr Leben selbst in der Hand. Finde ich doch tröstlich und nicht als Bedrohung… Sie können sich doch um Ihren Vitamin-D-Spiegel kümmern, oder? Sie wissen doch, was täglich joggen bedeutet, oder?

Bitte, bitte: Hören Sie auf zu schimpfen, zu nörgeln, zu kritisieren, so vieles besser zu wissen (schädlicher innerer Dialog), und… handeln Sie lieber. Tun Sie was. Gehen Sie raus in Laufschuhen. Überprüfen Sie Ihr Aminogramm.

Das medizinische Wissen haben Sie alle zur Verfügung. Kostenlos. Auf der Website www.strunz.com . Hier steht alles, was ich weiß. Tatsächlich. Sie sollten mich – lächelnd – einfach mal

 

SCHAMLOS AUSNUTZEN

 

Ich lade herzlich ein. Bleiben Sie gesund.

 
 

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