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Corona und Übergewicht

15.05.2020 | Strunz
 

Wir haben alle verstanden, dass man an dem Corona-Virus nicht einfach so stirbt. Das ist eben doch kein Killer-Virus. Wir haben verstanden, dass über 80% der angesteckten Menschen kaum etwas oder sogar gar nichts davon merkt.

Eine längst bekannte Beobachtung bei anderen Grippe-Viren.

Wir haben auch verstanden, dass das Corona-Virus eine ernsthafte Bedrohung für Menschen mit schweren Vorerkrankungen ist. Vorerkrankungen heißt beispielsweise Diabetes Typ II, Herzkrankheit, Bluthochdruck. Aber natürlich auch Krebs (20%).

Solche Vorerkrankungen kommen gehäuft bei älteren Patienten vor. Deshalb ist das Durchschnittsalter der an Corona-verstorbenen Deutschen knapp über 81 Jahre. Lassen Sie mich immer und immer wieder betonen:


Es ist ausdrücklich nicht das Alter, sondern die Vorerkrankungen, die nach Infektion zum Tod führen können.

Ein 80-Jähriger, 90-Jähriger fitter Bergsteiger, langjähriger Sportler, Schwimmer, Ruderer, Radfahrer braucht vor dem Corona-Virus genauso wenig oder so viel Angst zu haben wie jeder jugendliche 25-Jährige.


Soweit so gut.

Jetzt guckt man sich einfach mal die wirklich schweren Fälle an. Also Corona-Patienten auf der Intensiv-Station. Hat man in Frankreich getan. Und gefunden, dass


  • von den beatmeten Patienten (also höchstes Risiko) 94 % einen BMI über 30 hatten. Also fettleibig waren.

  • Die Notwendigkeit zur Beatmung stieg an mit dem BMI, dem Übergewicht. Bei Patienten mit BMI über 35 erreichte die Beatmung-Rate 90%.

Ähnliches wusste man aus dem Union Hospital in Wuhan. Interessiert?


  • 88% der am Corona-Virus Verstorbenen hatten einen BMI über 25. Galten als übergewichtig (in China!).

  • Bei den Überlebenden hatten lediglich 19% einen BMI über 25.

Es kristallisiert sich also bei der ja zunächst neuartigen Virus-Erkrankung Corona heraus, dass Übergewicht ein Risikofaktor zu sein scheint. Wenn Sie die oben genannten Vorerkrankungen betrachten, ist das nicht bloß eine Annahme. Diabetes Typ II, Herzkrankheit, Bluthochdruck ist regelmäßig gekoppelt mit Übergewicht. Von wenigen Ausnahmen abgesehen.


Forscher spekulieren, dass die ACE 2-Rezeptoren an den Zellen im Fettgewebe sitzen. Sie wissen: An diesen Rezeptoren dockt das neue Corona-Virus an.

Forscher aus China sind weiter: Fettgewebe enthält deutlich mehr ACE Rezeptoren als Lungengewebe. Daher glauben Sie, dass übergewichtige Menschen anfälliger sind, sich mit dem Virus zu infizieren.

Kommt natürlich hinzu – Ihnen längst bekannt – dass Fettzellen nicht einfach so herumhängen. Dass die hochaktiv sind. Dass sie Botenstoffe freisetzen, die Entzündungen fördern und – ich zitiere – „die Immunreaktion des Körpers negativ beeinflussen“.


Weshalb ich Ihnen diese, für viele von Ihnen recht langweilige, weil längst geahnte Tatsachen mitteile? Weil eine Übersicht auf ntv endet mit einem kuriosen, putzigen, höchst bemerkenswerten Ratschlag:


„Menschen mit Übergewicht sind deshalb besonders aufgerufen, in der Pandemie besonders vorsichtig zu sein und Abstand zu halten, um sich nicht zu infizieren“.


Putzig. Immer am Thema vorbei. Der Mensch schließt doch grundsätzlich die Augen vor der Wahrheit. Sollte der Satz nicht heißen:


„Leute, wenn Ihr weiter leben wollt, nehmt ab. Heute. Jetzt. Sofort!“


PS: Bitte lesen Sie doch noch einmal News vom 19.06.2013. Zusammenhang zwischen BMI und Krebsrisiko. Ein eindeutiges Bild.

 
 

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