Cortisol

04.07.2012
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nennt man das Stresshormon. Eine Möglichkeit, in Ihrem Blut objektiv das Ausmaß Ihrer Stressbelastung zu messen. Wohl verstanden: Nicht des Stresses. Nicht den Ärger bei der Arbeit, den Lärm Ihrer Kinder, die Sorgen um zu hohe Benzinpreise. Will sagen: Die Umwelt da draußen mag Sie stören, ist aber nicht zu ändern.

Cortisol misst Ihre Reaktion auf die Umwelt. Diese tiefe Einsicht bietet Ihnen auch die Lösung des Stressproblems. Ändern Sie Ihre Einstellung zur Umwelt. Das war alles.

Ich weiß, ich weiß. Auch ich kenne all die schönen Bücher über positives Denken. Auch ich verziehe dabei gequält mein Gesicht. Auch ich kann's nicht. Jedenfalls nicht so einfach, wie es dort steht. Zum Glück haben wir ja einen anderen Zugang zum gleichen Problem:

Nicht etwa: "Wie werde ich Stress los?", sondern "Wie schaffe ich es, dass mein Geist, mein Körper unter Stress nicht mehr leidet?". Die Änderung Ihrer Einstellung (Meditation, Visualisation) ist ein Weg. Vielen von Ihnen schwer zugänglich, wie ich wohl weiß. Zum Glück gibt auch einen

ganz leichten Weg

mit Stress fertig zu werden. Darauf gebracht hat mich ein schwer Rheumakranker. Der wegen seiner Schmerzen natürlich ständig unter Stress stand. Erkennbar an hohem Cortisolspiegel. Wobei Sie bitte nie vergessen, dass der hohe Cortisolspiegel Ihrem Körper schadet. Ihr Immunsystem zerstört (katabol), Ihre Gedächtniszellen im Hippocampus (Gehirn) buchstäblich zermanscht. Und so weiter.

Zur Erinnerung: Cortisol sollte sein morgens unter 100. Ich hatte Ihnen einmal von dem Marathonläufer berichtet, der mit Cortisol 41 endlich, endlich Bestzeit rannte. Was er vorher mit Cortisol 180 (typischer Managerwert) nie geschafft hatte.
Jetzt kommt's:

Der Rheumapatient mit ständig erhöhtem Cortisol (über 200) erschien plötzlich mit dem Traumwert von nur noch 43. Völlig entspannt. Dieser Körper, dieser Geist weiß gar nichts mehr von Stress. Und erzählte mir mit feinem Lächeln, wie er das geschafft hatte:

Zwei Wochen war er mit seinem Fahrrad durch die französischen Seealpen geglitten. Hat also mit seiner Seele in dieser herrlichen Landschaft gejauchzt. Und gleichzeitig - der hat viel nachgedacht - über Ohrhörer Beethoven-Symphonien klingen und brausen lassen.

Hat also Auge und Ohr verwöhnt. Und noch einen Drittes getan: Den Stress mit Ausdauersport im grünen Bereich buchstäblich verbrannt. Dagegen kommt kein Cortisol an. Genial.

 

 

 

 
 
 

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