Da fragt man sich doch...

24.03.2009
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Wir sprechen über Dickdarmkrebs. Häufig in Deutschland. Jedes Jahr 73.000 Menschen. Es sterben daran jedes Jahr 27.000 Menschen. Jeder Mensch ein Schicksal. Was sagt der Lebenspartner? Was sagen die Kinder? Oder, falls das Kind betroffen, was sagen die Eltern? In jedem einzelnen Fall tiefstes Leid, Tränen, Verzweiflung. 27.000 mal jährlich.

Da gibt's die Vorsorge. Glücklicherweise stark zugenommen dank des Engagement der Felix-Burda-Stiftung. Die ja zusammenarbeitet mit der Kassenärztlichen Vereinigung, mit den Krankenkassen. Und die die Darmkrebsvorsorge auch in Gala-Abenden (der nächste 29.03. in Berlin) ins Bewusstsein gerückt hat. So, dass knapp 15% der „gesetzlich Versicherten mit Anspruch“ die Vorsorge-Coloskopie genutzt haben. Immerhin? Oder nur?

Resultat: Laut Übersichtsartikel in WAMS Nr. 8 versterben also von den 73.000 mit Darmkrebs jährlich 27.000. Und die Zahl wäre um rund 1000 höher, wenn die Vorsorgeuntersuchungen nicht deutlich angestiegen wären. Immerhin. 1000 Leben gerettet.

                    Das sind 4%

Gleichzeitig finden Sie alle im berühmten British Journal of Cancer Feb 2009 das Ergebnis der ersten umfassenden Metaanalyse. Da wurden 52 Studien zum Colonkarzinom ausgewertet.

Alle 52 Studien ergaben das gleiche positive Bild: Bewegung schützt vor Dickdarmkrebs. Also Laufen oder Schwimmen oder auch körperlich fordernde Arbeit. Die Forscher stellen fest, dass regelmäßige Bewegung das Risiko um bis zu 24% senkt.

                   also 24%

Ich sag jetzt nicht: Weshalb propagieren diese Organisationen denn nicht Bewegung statt Coloskopie gegen Dickdarmkrebs. Ich bleibe moderat: Mit dem gleichen Aufwand wie für Coloskopie sollte doch auch für Bewegung geworben werden. Und nicht nur so nebenbei.

                   24% gegen 4%
                   Das überzeugt.

 
 
 

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