Da ist was dran

22.09.2010
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Laufen ist gefährlich. Geraune allerorten. Seit dem europäischen Kardiologenkongress in Stockholm. Da gibt es durchaus bemerkenswerte, ernstzunehmende Kommentare, z.B. von Prof. Dr. E. Schleck (Deutsches Herzzentrum Berlin):

"Wir wissen aus früheren Untersuchungen, dass Marathon-Skilangläufer, aber auch andere Ausdauersportler ein ungewöhnlich hohes Risiko für Vorhofflimmern aufweisen. Diese Herzrhythmusstörung beträgt bei den untersuchten Athleten 12,8 Prozent. Zum Vergleich: In der Allgemeinbevölkerung nur 0,5 Prozent".

Stimmt. Finde ich auch in meiner Praxis. Wird gedeutet als "Laufen schadet dem Herzen". Ach du meine Güte. Wissen Sie, was hier in Wahrheit los ist? Ganz einfach:

Wer Formel 1 fahren will, der sollte auch Formel 1 tanken.

Will sagen: Diese Herzrhythmusstörungen beseitigen Sie mit hohen Dosen von Elektrolyten. Also Kalium, Magnesium und Co. Manchmal auch mit genügend Omega 3. Was die Herren und Damen Ausdauerathleten oft nicht wissen ist nämlich, dass die heutige Nahrung tatsächlich für sportliche Höchstleistungen nicht ausreicht. Kann man messen. Kann man beweisen. Ist tausendfach bereits geschehen.

Wird aber oft nicht zur Kenntnis genommen. Wer Formel 1 fährt, muss eben auch Formel 1 tanken. Und mit der normalen Ernährung (Normalbenzin) geht das nicht.

Herzrhythmusstörungen sind in diesem Fall nicht (ganz selten) Zeichen eines geschädigten Herzens, wie z. B. nach Virusinfekt, sondern sind der Protest des Herzens: Du versorgst mich nicht richtig.

 

 
 
 

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