Das andere Laufen

04.10.2010
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In der Theorie weiß jeder Bescheid. Aber wenn man die Praxis - ungewollt - persönlich erlebt, dann gehen einem die Augen auf. Erst dann. Darf ich?

Da gibt's die Schwimmbank. Kann man schwimmen imitieren, kann sich kaputt arbeiten. Halte ich durch 3-5 Minuten.

Und dann habe ich im August die 7 magischen Übungen entdeckt. Sollten Sie kennen. "Die neue Diät. Das Fitnessbuch". Ist Muskeltraining pur, ist Krafttraining. Geht natürlich auch im Fitness-Studio. Krafttraining des Oberkörpers.

Und bin 4 Wochen später wieder auf die Schwimmbank. Sensationell. Leichtigkeit. Fast wie fliegen. Und nicht 3-5 Minuten, sondern 15 Minuten am Stück.
Ganz einfach so.

Heißt: Ausdauer bekommt man auch durch Kraft. Da lächelt natürlich jeder Trainer, jeder Theoretiker und Peter Greif seufzt genervt. Nur: Wenn man das so unvermutet vom eigenen Körper demonstriert bekommt, überzeugt das. Erstmals.

Mein ganzes Leben war ich neidvoll fasziniert von den Kenianischen Wunderläufern. Wie die federnd (dafür braucht man Kraft) überragende Ausdauer zeigten. Sollte ich hier das Geheimnis praktisch am eigenen Körper entdeckt haben? Freilich. Haben schon andere beschrieben.

Einer meiner Lieblinge heißt Fred Rohé. Hat mal ein Gedichtbüchlein "Zen des Laufens" geschrieben. Mit unglaublichen Bildern eines vollbärtigen Athleten am Strand von Hawaii. Federnd. Der hat in dem Büchlein solch ein Traumgedicht verfasst. Träumen Sie doch einmal mit:

Gewinnst du an Stärke,
gewinnst du auch an Spannkraft im Sprung
und es wird Tage geben,
wo dir dein Tanzen
wie Fliegen vorkommt.
Und in Wirklichkeit fliegst du auch:
Zwischen jedem federnden Sprung
schwebst du einen Augenblick
frei in der Luft,
bevor du herunterkommst
zum nächsten federnden
Vorwärtsschritt.

Das Geheimnis der kenianischen Wunderläufer: Beginnt mit der Zeile: "Gewinnst du an Stärke ..."

 

 

 
 
 

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