Das Geheimnis „innerer Begeisterung“

27.06.2018
 

Ist das Geheimnis des Lebens an sich. Gilt für jeden von uns. Der leben möchte. Und nicht nur „so vor sich hinleben“ will. Diese sanfte Mahnung geht jeden an, also auch uns Ärzte. Darf ich?

Schon 2008 hatten Nürnberger Herzspezialisten (Klinikum Nürnberg) berichtet, dass alleine in Bayern mehr als 27.000 Menschen jedes Jahr einen Herzinfarkt erleiden – und es würden immer mehr.

In den vergangenen fünf Jahren sei die Zahl der Fälle um 40% angestiegen.

Stimmt: die häufigsten Krankheiten (Herzinfarkt, Krebs...) nehmen zu in Deutschland. Nicht etwa ab. Trotz der Milliarden Gesundheits-Ausgaben.

Grund ist nicht etwa fehlendes Wissen. Wir wissen alle Bescheid. Grund ist eher die fehlende Konsequenz. Demonstriert von genau den gleichen Ärzten in folgendem wundervollen Satz:

„Bei einem Drittel der Patienten lösen die Gene den Infarkt aus. Alle anderen sind

gewissermaßen selbst schuld“.

Gewissermaßen? Kann in diesem Land niemand mehr klar sprechen? Klar Stellung

beziehen? Eine klare Meinung haben? Muss wirklich alles wischi waschi

und „gewissermaßen“ ausgedrückt werden? Dann brauchen wir uns über das fehlende

Mitmachen der Bevölkerung (Herzinfarkt, Krebs) als Ärzte nicht zu wundern.

Klare Sprache.

Übrigens: Medizin kann sehr wohl kreativ sein. Da steht auch:

„Junge Frauen um die Zwanzig landen besonders häufig in der Klinik.

Ihr Körper hat den Mix aus Zigaretten und VerhütungsPillen nicht verkraftet“.

 

Der tägliche Mix. Auf so eine Formulierung wäre ich nicht gekommen. Hat so was cooles…

Herzinfarkt gäbe es nicht, wenn der Mensch die zwei Beine nicht nur hätte, sondern auch bewegte. Wenn jeder Mensch täglich begeistert laufen würde. Und wie begeistert man Menschen? In dem man selbst begeistert ist.

Die eigene innere Begeisterung. Das tiefste Geheimnis. Haben wir Ärzte die, jeder einzelne von uns 450.000? Läuft jeder Arzt? Wenn nicht wir, wer dann?

 
 

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