Sie profitieren bei uns von der Mehrwertsteuersenkung.

Das Mikrobiom: Unsere Darmflora.

09.06.2020 | Strunz
 

Schon Candace Pert, eine der führenden Immunologinnen dieser Welt, hatte uns ja den Zusammenhang zwischen Darm und unseren Gefühlen aufgezeigt: Berühmt wurde sie als Entdeckerin der Endorphine. Der Glücks-produzierenden Aminosäuren (Pentapeptide).

Das Mikrobiom kann uns „vor Eindringlingen schützen“, kann aber, falls beschädigt, selbst negative Auswirkungen haben wie zum Beispiel Durchfälle, Blähungen, kann sogar das Wachstum von Tumoren begünstigen. Gewusst?

Kennzeichen des modernen Mikrobioms, also Ihres, ist die Verarmung. Die Schrumpfung. So findet man beispielsweise bei Urindianern in Südamerika die höchste „Diversität“ des Mikrobioms, also die größte Vielfalt von Mikroorganismen.

Der moderne US-Amerikaner hat allenfalls halb so viel verschiedene Keime im Darm. Gründe? Ganz einfach:


  • Falsche Ernährung
  • Antibiotika
  • Seltsame Diäten

Das Mikrobiom hat im Wesentlichen drei Aufgaben:


  • Die Regulierung Ihrer Verdauung
  • Die (vielleicht entscheidende) Unterstützung Ihres Immunsystems
  • Ihr Einfluss auf Entzündung im Körper

So ist leicht einzusehen, dass eine Dysbiose, also eine Störung der Mikrobiom-Zusammensetzung Signalwege wie die Transkription von einzelnen Genen (also das Ablesen und Vervielfältigen) und von Stoffwechselvorgängen beeinflusst. Was dabei herauskommt? Ihnen wohlvertraute Zustände.


  • Erkrankungen des Stoffwechsels: Metabolisches Syndrom, Adipositas, Diabetes mellitus, Herzinfarkt, aber auch Alzheimer, MS, ADHS und so weiter.
  • Entzündliche Erkrankungen: Darmentzündung (Ulcerosa, Crohn), Reizdarm, aber auch Rheuma.
  • Allergische Erkrankungen: Neurodermitis, Psoriasis, Asthma und so weiter.
  • Förderung der Tumorausbreitung

Also? Also versuchen wir, uns ein gesundes Mikrobiom, eine gesunde Darmflora zu schaffen. Und wie machen wir das? Als Kinder unserer Zeit? Wir essen


Probiotika


Also meinetwegen Kapseln mit sehr widerstandsfähigen Bakterienstämmen, die von der Magensäure nicht zersetzt werden können, sondern lebend den Darm erreichen.


Die Idee ist grundsätzlich richtig. Diese Bakterien unterstützen dort das körpereigene Mikrobiom. Und es gibt viele verschiedene Kapseln mit vielen verschiedenen Bakterienstämmen.


JETZT KOMMT ´S: Folgt Zitat: „Das Problem ist, dass es durch kurzfristige Gabe leider nicht gelingt, das Mikrobiom zu verändern, da es sich meist nach kurzer Zeit wieder zur ursprünglichen Zusammensetzung zurückentwickelt.“

Weiter Zitat: „Heute geht man davon aus, dass NUR eine langfristige Ernährungsumstellung, evtl. unter Zuhilfenahme von Symbiotika eine Verbesserung des Mikrobioms… bewerkstelligen kann.“


Goldene Worte. Von Ihnen gehört und … schon wieder vergessen. Sie können und wollen einfach nicht begreifen, dass es eine und nur eine genetisch korrekte Kost gibt. Auf Dauer.


Anders herum: Dass wir, selbst ich in der Vergangenheit, 72% Müll verzehrt haben (laut Professor Cordain, News vom 16.10.2009). Wir waren Müllfrauen und Müllmänner. Das war mir persönlich zwar bewusst, ich kannte aber damals den Ausweg noch nicht.


Heute bekommen Sie die Lösung auf dem Silbertablett. Gucken verächtlich weg und mampfen weiter. Jedenfalls viele von Ihnen. Alles nicht weiter schlimm, wenn Sie sich nicht – Sie kennen meinen Spruch – anschließend beschweren würden, zum Beispiel bei Ihrem Hausarzt. Oder in der Klinik und dann noch einmal beschweren darüber, dass „die Behandlung nicht geholfen hat“.


Natürlich nicht. Bei 72% täglichem Müll…? Unverändert?

Noch eine lästige Nachbemerkung:

In Studien inzwischen bewiesen (Allen 2017), dass sich Bewegung positiv auf das Mikrobiom auswirkt. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass Probanden mehr kurzkettige Fettsäuren (Butyrat-bildner, Stichwort Ketone) bildeten, wenn sie regelmäßig joggten.

Zeigt sich erneut: Sie kommen um Bewegung, um tägliche Bewegung, um möglichst mindestens eine Stunde täglicher Bewegung einfach nicht herum.

Als ob die wissenschaftliche Medizin sich gegen Sie verschworen hätte…

Quelle: Die Naturheilkunde 2/2020, Seite 13

 
 

News Schlagwörter