Deine Gene – eine Bibliothek

07.03.2016
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Schreibt mir ein Diplom-Physiker, der mit seltener Klarheit die forever-young Idee analysiert hat. Übersetzt hat. Und mich schlussendlich auf schwarze Gedanken bringt. Möchten Sie auch mal?

 

  "Mit Ihren News öffnen Sie mir jeden Tag ein wenig mehr die Augen. Und im Grunde ist die Antwort für ein gesundes Leben auch klar:

Unsere Gene sind wie eine Art Bibliothek. Die meisten Bücher dieser Bibliothek können wir nicht mehr lesen. Sie sind in alter Schrift und Sprache und stammen aus der Zeit, als wir, der Homo sapiens, aus Afrika ausgezogen sind.

In diesen Büchern ist die Umgebung (Waldgebiete, Wasser, …) die Lebensmittel (Grünzeug, Nüsse, Wurzeln, Fisch, Fleisch, …) unser Zusammenleben (in überschaubaren Gruppen und Gemeinschaften) gedruckt. So richtig lesen und verstehen tun wir diese Sprache nicht mehr, aber jeder kennt diese unheimliche Faszination, wenn man Altdeutsch, Altenglisch,… hört. Irgendwie packt´s einen dabei. Die Tür zu altem Wissen scheint sich in diesen Fällen einen Spalt weit zu öffnen, man fühlt sich zu Hause und geerdet. Ich bin auch davon überzeugt, dass beim Laufen und speziell in der Meditation wir wieder diese alten Bücher intuitiv lesen, verstehen und intuitiv erfühlen können.

Genetisch korrekte Kost ist also nichts anderes als das Koch- und Rezeptebuch unserer Vorfahren und DER Garant für ein gesundes und erfülltes menschliches Leben.

Hier komme ich aber auch zu meiner Kritik an Ihnen: Bitte warnen Sie Ihre Leser vorm Erfolg der Frohmedizin. Ziehen nämlich Partner nicht mit, dann führt dies unweigerlich zu Konflikten. Da wo sich Frische, Klarheit, Tatkraft und Lust am Leben und Liebe unweigerlich Ihren Weg durch den Dschungel des Jammers bahnt, bleibt der Partner zurück in seiner dunklen Höhle des Trübsinns.

Und noch was: Wer führt Ihre Arbeit weiter, wenn der einst ferne Tag Ihrer letzten Reise anbricht? Können Ihre bisher gesammelten News auch in einem Archiv (Jahresarchiv o.ä.) abgerufen werden?

Wunderschöne Zusammenfassung. Das alte Wissen unserer Gene. Das wir, wenn wir nur wollen, in uns aufwecken können. Und dann regelmäßig gar merkwürdiges erleben: Depression weg. Krebs weg. Diabetes weg. Bluthochdruck weg. Rheuma weg. Asthma weg. Fällt Ihnen das nicht auch auf? Ist das nicht alles zunächst kaum glaublich, dann aber… auf einmal selbstverständlich?

Ein völlig neuer, in Wahrheit uralter Blick auf den Menschen. Auf seine Lebenswirklichkeit. Und so ganz nebenbei wird hier das gesamte Thema "Medizin" abgehandelt und ad acta gelegt. Unsere Drohmedizin, unsere Universitätsmedizin ist so etwas von überflüssig - von der Akutmedizin einmal abgesehen. Aber selbst da bin ich mir gar nicht so sicher.

Den Gedanken mit dem Archiv nehme ich als Auftrag.