Dem Inschenör ...

24.03.2011
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... ist nichts zu schwör. Meinte schon Daniel Düsentrieb. Bestätigt sich auch in der Realität, wie ich aus einem Brief soeben erfahre:

Da hat ein Ingenieur "im Jahr 2008 meinen letzten Marathon unter extremen Schmerzen und völliger Verausgabung überstanden mit einer Zeit von 3:31:47". Na und? Tolle Zeit. Hat er doch gut gemacht. Nur:

... es geht auch anders. Er schreibt weiter: "gestern habe ich einen unbeschreiblichen Lauf gehabt. Es war ein richtiger Flow ... und am Ende gab es eine wahnsinnige Zeit von 3:01:10"

Und jetzt kommt halt der Ingenieur durch. Kann man nicht stoppen. Ist eingebaut. Jetzt rechnet der vor: "Das bedeutet eine Verbesserung um 30 Minuten". Fügt aber gleich das wirklich wichtige hinzu: "und dabei auch noch Spaß bis ins Ziel. Also doch unglaublich, oder ?"

Nix unglaublich, analysiert er. Es sei "das konsequente Umsetzen Ihrer Ernährungsempfehlungen und ein bisschen Training halt". Das hat er lieb formuliert. Sie kennen meinen Spruch: Ernährung 15%, Training 5%. Am Wettkampftag. Denn trainieren tut Ihr Alle. Aber ob Ihr richtig gegessen habt? Mit leerem Eisenspeicher hält man einfach nicht durch. Mit zu wenig Magnesium bleibt man halt mit Krämpfen stehen. Sie merken schon: Ernährung ist wirklich dreimal wichtiger als Training. Da nützt nämlich das beste Training nichts.

Und dann schwingt der Ingenieur sich auf. Löst sich von seinem (mir als Physiker so wohl vertrautem) Denken und schwärmt:

"Es dämmert mir langsam, was haben wir doch für einen wunderbaren Körper, der, wenn er gut versorgt wird und gut behandelt wird, ungeahnte Potentiale birgt"

Recht hat er. Lieber Herr Inschenör, das haben Sie prima hinbekommen. Kompliment.

 

 
 
 

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