Den Alkohol lass‘ ich mir nicht schlechtmachen.

06.02.2019 | Strunz
 

Gast-News Nr. 71


Man muss sich beim Thema Alkohol erst einmal an die eigene Nase fassen. Als ehemaliger Student in Bamberg, der Stadt mit einer der höchsten Brauereidichten der Welt, muss auch ich zugeben, gesoffen zu haben.

Oder: habe mich wie ein Deutscher Beamter benommen.

Denn schon zu Fürstbischöflicher Zeit wurden Beamte mit Wein bezahlt. Aus den Beamtenfässern. Im UNESCO-Weltkulturerbe, dem Hofkeller unter der Würzburger Residenz, umfasst die Lagerkapazität doch immerhin 600.000 Liter. Die Beamtenfässer hatten damals 50.000 Liter Fassungsvermögen.

Wer keinen Wein anbieten konnte, war sozial uninteressant („War nicht flüssig.“).

Und wen wundert’s auch. Belegen Studien doch, dass Menschen mit hohem IQ mehr Alkohol konsumieren. Gilt auch für den Durchschnitts-IQ eines ganzen Landes („IQ and alcohol consumption : International data“, in: Intelligence Volume 41, Issue 5, September – Oktober 2013, Seiten 615-621.). In Deutschland halten wir uns mit IQ 100 auf Platz 15 der internationalen Liste.

Die flüssige Intelligenz ist nicht nachhaltig. Denn schon ein paar Schlucke („light drinking“) während der Schwangerschaft reichen aus, den IQ des Kindes zu reduzieren (siehe hier). Schlau trinken wird man sich also nicht.

Sogar der Zusammenhang zwischen nationalem IQ, Alkoholkonsum und BMI wurde untersucht (siehe „IQ and the weight of nations“, in: Personality and Individual Differences Volume 87, Dezember 2015, Seiten 105-109). Auch hier wurde festgestellt, dass der IQ für den Alkoholkonsum eines Landes ein entscheidender Faktor ist.

Die intelligentesten Länder der Welt sind Singapur und Hongkong mit IQ 108.  Dann Taiwan und Südkorea mit IQ 106. Dann Japan IQ 105 und China IQ 104. Finden sich nicht auf der Statista Liste der 22 Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Alkoholkonsum unter Erwachsenen 2016 (wobei Südkoreas Alkoholkonsum beachtlich steigt, knapp 10l).

Erst die Schweiz wird aufgeführt mit einem IQ von 102.  Bei einem pro-Kopf Konsum von 11,5l reinen Alkohols im Jahr. Ist damit auf Platz 19.

Singapur dagegen konsumiert 2l. Hier kostet der Billigwein pro Flasche mindesten 25USD.

Singapur gewinnt derzeit auch den Kampf um importierte Intelligenz. Auch so ein kinderarmes Land wie Deutschland. Thront dafür auf Platz 2 der Länder mit der höchsten Roboterdichte, was sich in aussterbenden Ländern zu lohnen scheint. Gewinnt dafür Platz 1 der höchsten mathematischen Leistungsstufe, getestet durch Timss 2015, mit 500 Mathe Assen pro 1000 Schülern. Deutschland hat nebenbei 55 Mathekönner pro 1000 Kinder, Frankreich…22.

Singapurs Bevölkerung besteht dabei aus 43 % Immigranten. Oh. Hier scheint die Integration kein Problem zu sein?

Intelligenz, nochmal, bedeutet: das Weglassen von Dingen. Es werden in Singapur Kompetenzen integriert, dabei 4,15 Mio. chinesische Einwanderer. Die dort keinesfalls beliebt sind. Nur integriert man in Singapur nicht nach Hautfarbe und Herkunft, also rassistisch…

…sondern nach Kompetenz. „Wer seine Schularbeiten macht, überwindet Grenzen.“ (siehe hier).

Vielleicht doch den Alkohol weglassen?

 
 

News Schlagwörter