Der Glaube an Gott

23.11.2010
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Wie Sie wissen, lese ich gerne und besonders gern Leserbriefe. Da sprechen Menschen direkt. Gleich doppelt getroffen hat mich der Brief von Regina R. in der FAS vom 14.11.10:

"Ich habe vor einem Jahr meine Mutter in einen Krebstod in Agonie begleitet, meinen Vater sah ich vor 8 Monaten einen Tod durch Herz-Kreislauf-Versagen erleiden. Ich habe meinen Glauben an Gott verloren. Wenn es einen Gott gibt, warum sollte er Menschen und Tiere auf eine solche Weise ums Leben bringen?"

Berührt jeden von uns. Wir alle haben unsere Gespräche mit dem Herrn da oben geführt. Aber doch bitte nicht so!!!

Bringt Gott wirklich Menschen und Tiere auf solche Weise ums Leben? Tut er doch nicht! Weiß Regina R. denn nicht, dass Tiere eben nicht Krebstod in Agonie erleiden, dass Tiere eben nicht den Tod durch HerzKreislauf-Versagen erleiden? Weiß sie denn nicht, dass

"Cancer is man-made"

wie eine neuste Arbeit titelt? Weiß sie wirklich nicht, dass Herz-Kreislauferkrankungen, also Herzinfarkt und Schlaganfall bei Tieren einfach nicht vorkommen? Dass die menschengemacht sind?

Das Leid, an welchem die Briefschreiberin verzweifelt, rührt doch genau daher, dass der Mensch sich von Gott, von der Natur abgewandt hat. Weil er in typischer Hybris glaubt, alles besser zu wissen. Weil er glaubt, seine Gene übertölpeln zu können. In den Genen steht: Beweg Dich! In den Genen steht: Iss genetisch korrekt!

Da steht eben gerade nichts von Mehl und Zucker, der Lieblingsspeise jeder Krebszelle. Da steht nichts von Vor-den-Fernseher-hocken, sondern da steht: Renn! Jeden Tag!

Sie dürfen mir glauben, dass gerade ein Arzt mit leidet. Ganz besonders stark allerdings, wenn der Arzt weiß, dass umsonst gelitten wird. Dass all dieses Leid vermeidbar ist. Dass wir heute - modernstes medizinisches Wissen - genau wissen, wie wir solches Leid vermeiden könnten.

Ich weiß: Gott ist nicht böse. Gott ist einfach ... gerecht.

 
 
 

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