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Der nackte Kaiser

20.05.2020 | Gast News Nr. 147 von Ulrich Strunz jun.
 

Gestern las ich den Briefwechsel aus dem Jahr 2013 zwischen George Soros und Hans-Werner Sinn. Es ging damals um Eurobonds. Die Debatte finden Sie hier:
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/165264/1/ifosd-v66-2013-i09-p21-27.pdf

Mir gefallen Briefwechsel dieser Art, denn sie zeigen auch die Gefühle der Menschen unter der harten Schale der oft künstlich eingefärbten Online-Meinung.

Man weiß nicht mehr weiter. Und löst Probleme in altbekannter Manier. Nennt sich Routine-Entscheidung.

Nun erreichte uns heute ein netter Brief, ebenfalls ein Dialog zwischen zwei Menschen:


Treffe ich Katrin, die Buchhändlerin, bei der Grabpflege.
Ich: Halli, hallo Katrin. Wie gehts?

Katrin: Habe viel mehr Zeit. Mein Laden ist dicht. Bücher sind ja nicht lebensnotwendig! Aber was sagst du zu dem Coronatrabbel?

Ich: In normalen Grippejahren gab es angeblich bis zu 20.000 Grippetode in Deutschland. Und da hat niemand verrückt gespielt. Deshalb halte ich es mit Strunz für eine riesige Blase- besonders da niemand von „oben“ auch nur ein Wort über natürliche Immunstärkung sagt.

Katrin : Denke ich auch schon ne ganze Weile. Der Kaiser ist nackig. Verstehen nur nicht alle.

Wir haben gelacht.
Frage noch: Wird es jemanden geben, der dem Kaiser seine Blöße glaubhaft macht?


Und darauf haben wir auch eine Antwort: nur der Kaiser selbst kann sich selbst überzeugen. Sich selbst zu täuschen ist keine Besonderheit, und geschieht schon bei simpelsten Aufgaben (Strunz & Chlupsa, 2019). Neue Lösungen zu finden geschieht zudem selten, und wird von Land zu Land ebenfalls bei simpelsten Aufgaben unterschiedlich gehandhabt (Strunz, 2019).

Und wer ist denn der Kaiser? Darauf gibt es sicherlich so viele Antworten wie es Meinungen gibt.

Am Ende haben wir Menschen uns doch seit Ewigkeiten darauf geeinigt: wir wollen Getreidespeicher haben. Wir wollen keinem Mammut hinterherjagen. Wir wollen uns mit Zucker und Alkohol betäuben. Das ist die Routine.

Und einige Wenige wollen diese Routine eben nicht. Das sind Sie. Nicht jeder will eine Ameise sein. Nur hat jeder das Recht dazu.

Das „Andere-Überreden-Wollen“ hat noch nie funktioniert. Weil nicht nur jede Heilung Selbstheilung ist, und jede Täuschung Selbsttäuschung…auch das Überzeugen kommt von Innen.

War bei meiner Verlobten die Eiseninfusion. Das AHA! Erlebnis. Es gibt simple, einfach Lösungen für unglaublich komplexe Probleme.

War bei mir „Auf den Herrn Vater hören“, nachzulesen in meinem Buch. Das AHA! Erlebnis:


Es gibt die Kraft des Windes. Man kann ein Adler werden.


Tipp: Wenn sich zahlreiche Ameisen entscheiden, dazu noch demokratisch gewählt, dass es keine einfachen Lösungen gibt und das Adler-Dasein ein Hirngespinst ist, und man diese Menschen dann fragt:


„Haben Sie schon einmal die Möglichkeit bedacht, dass Sie sich täuschen könnten?“


…dann werden die Antworten immer sehr merkwürdig. Dann geht es plötzlich…siehe da, um Bilder. Um intrinsische Glaubenssätze.

Können Sie sehen ab 16:39 im folgenden Video des ifo-Instituts „Podiumsdiskussion: Finanzierung von erneuerbaren Energien ...“

https://www.youtube.com/watch?v=jz7C-tveSaM&t=1000s

Da fangen die Experten an zu stottern. Und die Argumentation wird…ehrlich und menschlich. Die Interpretation der Expertenantwort in diesem Video überlasse ich Ihnen.

Die Entscheidungen der Menschen kommen aus dem Innenleben. Aus dem Unterbewusstsein und sind höchstgradig molekülgesteuert.

 

Der Kaiser ist nackt, weil er sich selbst täuscht. Wie jeder Mensch es täglich tut.


Quelle:

Strunz, U. G. (2019). Non-Routine Problem Solving Performance by Country Origin. In P.
Suresh (Ed.), Proceedings of 270th The IIER International Conference (pp. 58–65).
Florence, Italy: Institute for Technology and Research.

Strunz, U. G., & Chlupsa, C. (2019). Overcoming Routine: A 21st Century Skill for a 21st Century
Economy. International Journal of Economic Sciences, 8(2),
109–126. https://doi.org/10.20472/ES.2019.8.2.008

 
 

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