Der Schwarze Hautkrebs

26.11.2014
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Leider, leider sehr gefährlich. Sie haben also Recht mit Ihrer…Ängstlichkeit. Mit Ihren regelmäßigen Besuchen bei Ihrem Hautarzt. Um ihm Ihre Leberflecken zu demonstrieren. Darf ich Ihnen Wissen weitergeben? Die entscheidende Frage ist: „Wächst, juckt, blutet.“. Hab ich in der Uni-Hautklinik Erlangen gelernt. 

Muss das Ganze sein? Selbstverständlich nicht. Und schon wieder widerspreche ich der Universitätsmedizin, auch Resignationsmedizin genannt. Muss wirklich nicht sein. 

Erinnern Sie sich? Die Medizin weiß. Die Medizin kann wirklich. Medizin ist etwas Wundervolles. Kann Ihnen tatsächlich helfen. Aber eben ganz selten auf dem üblichen Weg. Dem Weg über die Pharmaindustrie. 

Lese soeben eine wundervolle, wohl die zweite prospektive, also vorhergeplante Studie zum Thema 

Vitamin A und Melanom.

Also wohl verstanden: nicht Operation, Chemotherapie, Bestrahlung und Melanom. Die Arbeit spricht nicht von unseren Niederlagen. Sondern von Medizin, die Sie selbst in der Hand haben. Denn ob Sie Vitamin A zu sich nehmen oder nicht, bestimmen ganz allein Sie.

Da wurden also 70000 Menschen 6 Jahre lang studiert. Durchschnittsalter 62 Jahre. Und gefunden wurde, dass sich das Risiko für Melanom um 40 % (Vierzig Prozent) verringern lässt durch Vitamin A. Vorsicht, Vorsicht: durch Vitamin A in höherer Dosis, als üblicherweise in Multivitaminpräparaten enthalten. Genauer gesagt: die Dosis muss über 1200µg pro Tag liegen.

Dazu passt eine frühere prospektive Untersuchung mit 162000 Frauen. Hier gelang es, mit über 1800µg Vitamin A pro Tag, das Risiko für den schwarzen Hautkrebs sogar um 61 % zu senken. 

Was lernen wir? Es kommt eben auf die Dosis an. Wie so oft bei den Vitaminen. Und ganz nebenbei lernen wir noch etwas: 

„Vitamines are effective!“

Wie Professor Saul, wohl die führende Kapazität in den USA beim Senate Hearing so richtig betont hat. In Deutschland selbstverständlich ein Un-Satz. Vitamine? Ich bitte Sie herzlich. Kommen Sie mir nicht mit diesem Kram. Sie wissen, was Ihr Hausarzt von Vitaminen hält. Immerhin ein Arzt! 

Sie wissen aber auch, was Prof. Antes so gemeinerweise in der FAZ geschrieben hat. „80 % der deutschen Ärzte sind vom globalen Wissenspool abgeschnitten.“. Der Satz beschäftigt mich täglich.

Quelle 1) J Invest Dermatol (2012) 132, 1573

Quelle 2) Br J Cancer 88: 1381 (2003)

P.S. 1: genügt Betacarotin? Die Vorstufe zu Vit A? Antwort: genügt nicht. Betacarotine (es gibt 563 Carotinoide) verwandeln sich nur zu 8 % in Vit A. Sie erreichen die Dosis nicht.

P.S. 2: Ach ja: bei der letzten Muttermal-Inspektion…hat der Hautarzt Ihnen Vit A verschrieben? Hat er nicht? Wieso nicht? 

P.S. 3: Meine zwei Vitamineral Plus Beutel in der täglichen Radflasche enthalten immerhin 990 ug. Sollte reichen. Elegante Lösung