Der Sieg bei der Tour de France

26.07.2010
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wird immer am Berg entschieden. Immer. Weshalb das so ist, ist leicht zu verstehen.

Im flachen Gelände kann der Rennfahrer sich im Windschatten der Helfer verstecken. Das ist der entscheidende Punkt. Und das tun alle Spitzenfahrer ja auch. Denn in der Ebene verbraucht der Radfahrer 85% seiner Energie für (oder gegen) den Luftwiderstand. 85%! Und wenn er hier im Windschatten ein Drittel einspart, fährt er fast anstrengungsfrei mit. Auch sein Konkurrent. Kein Unterschied.

Ganz anders am Berg. 85% der Gesamtenergie (bei 8% Steigung) wird hier verbraucht für (oder gegen) die Hangabtriebskraft. Der Sportler braucht also praktisch seine gesamte Energie dafür, den Berg nicht wieder runter zu rollen. Und dabei ist er allein. Hier gibt es keine Hilfe. Hier ist der Luftwiderstand praktisch Null.

Deshalb entscheidet der Berg über den Sieg. Dort ist der Profi allein. Und da entscheidet schlicht und einfach das Gewicht. Das er hochstemmen muss. Hier gilt der Satz:

"Er sollte keine überflüssige Muskulatur (nachdenken!) und nur das Nötigste an Körperfett (ca. 5%) haben".

Schreibt die TOUR. Das Spezialheft für uns Radler.

Mitbekommen? 5%! Lance hat 4-5%. Contador hat 4%. Andy Schleck schätze ich auf noch weniger ein. Nur um Sie mal richtig zu ärgern: Gestern hatte ich 3,6%.

Der Artikel in der TOUR trägt die Überschrift "Das Gewicht als Schlüssel zum Erfolg". Kürzer und besser kann man es nicht ausdrücken. Und das, liebe Leser, gilt selbstverständlich nicht nur für die Tour de France. Sondern gilt für Ihr Leben.

Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob Sie täglich am Schreibtisch aufstehend eine Wampe hochwuchten müssen. Die Energie fehlt dann woanders. Ob Sie eine Extra-Wampe mit Blut und Sauerstoff versorgen müssen. Der fehlt dann im Gehirn. Ob überflüssige Fettzellen ständig giftige Entzündungsstoffe produzieren und Ihnen die Gefäße kaputt machen ... mit Gewinnen hat das nichts zu tun.

Auf Dauer ist im Sport wie im Beruf "das Gewicht der Schlüssel zum Erfolg". Und deswegen antworte ich regelmäßig und täglich auf Ihre verzweifelte Frage: "Wie kann ich mein Leben ändern? Wie kann ich mir das Leben schöner oder leichter oder erfolgreicher machen?" Antworte ich also mit dem knallharten Ratschlag: Abspecken! Als allererstes.

 
 
 

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