Der Ton macht's

13.08.2010
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Ruft soeben an ein Unternehmer. Und erzählt, wie er gelernt habe, dass im Leben weniger die Tatsachen, als vielmehr die Tonart, in welcher diese vermittelt würden, entscheidend seien.

Der Ton macht's.

Da sei er selbst also vor sechs Monaten 14 Tage in die Klinik gegangen. Wegen Bluthochdruckes (RR 180/150), wegen ständig zu hohen Pulses (98/min), kurz und gut, weil er zu dick gewesen sei. Na, dachte ich mir, wenigstens ehrlich ist er.

Tatsächlich hätte er sechs Kilo abgenommen. Allerdings "unter Schmerzen", wie er sich ausdrückte. Das Dumme und gleichzeitig so Wohlvertraute: Kaum aus der Klinik raus, hätte er dann acht Kilo zugenommen. Denke ich mir: Ein Glück, dass so eine Klinik kostenlos arbeitet. Keinerlei Vermögen der Steuerzahler verbraucht. Welches Glück.

Jetzt kommt's: Und dann hätte er Urlaub gehabt und ein Buch gelesen. Irgend so ein buntes Buch, welches ihn weniger wegen der Fakten, der Tatsachen, sondern wegen der Tonart überzeugt hätte. Welches ihn mitgerissen hätte. Welches ihn begeistert hätte. Ein Buch, das ihm eine "mentale Story" erzählt hätte. Resultat jedenfalls:
Er hätte

in drei Wochen 14 Kilogramm abgenommen.

Und das neue Gewicht hätte er gehalten. Nicht nur fühle er sich jetzt leicht, sondern auch sein Leben sei es.

Er wollte sich nur bedanken. Das Buch, so nehme ich an, hieß wohl "Die neue Diät". Und selbstverständlich weiß ich ganz genau, was er mit der Tonart meint.

Sie, liebe Leser, lächeln an dieser Stelle natürlich. Sie kriegen diese Tonart ja schließlich täglich in den News mit. Manchmal scheint's ja zu wirken.

 
 
 

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