Die Ernährungspyramide – noch einfacher

23.01.2009
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Der Mensch, also Sie und ich wird von der rechten Hirnhälfte regiert. Also von Gefühlen und Emotionen. Die Sprache des rechten Gehirnes ist das Bild. Drum gibt es die Ernährungspyramide.

Ein Versuch, Ihre Vernunft, Ihren kritischen Intellekt zu umgehen und Sie mit der mächtigen Wahrheit der Bildwelt zu konfrontieren.

Immer noch zu kompliziert, wie ich heute weiß. Lassen Sie mich die moderne Ernährungspyramide (seit 2001, Harvard Universität) noch einfacher interpretieren:

Die Basis der Pyramide ist Obst und Gemüse. Die Basis heißt die Hauptsache. In der Sprache der DGE etwa 60, in meiner Sprache 70%. Eigentlich doch einfach, verständlich und glasklar.

Dennoch fragen Sie mich täglich, was Sie frühstücken sollten. Was es zum Mittagessen geben sollte. Wie Sie Ihr Abendessen komponieren sollten.

Bin ich jedesmal fassungslos: Die Basis der Esspyramide heißt doch Obst und Gemüse. Also muss doch das Frühstück in der Hauptsache, das Mittagessen in der Hauptsache, das Abendessen in der Hauptsache aus Obst und Gemüse bestehen. Bis hin zum Salat.

Deutlich geworden?

Und obendrauf kommt die zweite Stufe der Pyramide: Eiweiß. In welcher Form auch immer. Idealform natürlich Fisch wegen des Omega 3. Nun ja. Heißt also zum Frühstück 1 Ei. Zum Mittagessen Fisch. Zum Abendessen Geflügel.

Und wenn Sie so bequem und faul – Sie können auch sagen raffiniert – sind wie ich, dann eben Eiweißpulver.

Sehen Sie: Das war's. Die Pyramide verjüngt sich doch nach oben. Die zwei oberen Kästchen sind doch eher unwichtig, soll das heißen. In meiner Sprache: Überflüssig. Lassen Sie die Finger davon.

Essen heißt also immer und jedesmal Obst und Gemüse. Und möglichst immer und jedes mal etwas Eiweiß obendrauf.

Fragen, meine lieben Leser, entstehen aus dem Überfluss. Die Mehrzahl der Menschheit hat zu diesem Thema keine Fragen. Wie Ihnen jedes 7-jährige indische Kind mit sechs Geschwistern bestätigen wird. Schon die griechischen Philosophen haben als höchstes Ideal Einfachheit gepredigt. Gilt auch in der Medizin. Und erst recht bei der Ernährung.