Die Krönung der Schöpfung

27.04.2011
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ist der Mensch. Einverstanden. Eindeutig. Ist den Tieren und den Pflanzen weit überlegen. In der Sprache der Genetiker: Der Mensch hat eine höhere Komplexität. Stimmt.

Bis man einmal misst. Und nicht nur schwafelt. Hat man also die Gene gezählt. Und kommt darauf, dass Mensch, Maus, sogar der winzige Fadenwurm etwa gleich viel Gene haben. Ah, ja. Nun, wird man sagen, dass bedeutet gar nichts. Sagt man hinterher. Vorher klang das anders. Jetzt beweist man die himmelhohe Überlegenheit des Menschen mit seinen Fähigkeiten, nicht mit seiner Genzahl.

Der Mensch kann kommunizieren. Sozial miteinander umgehen. Tja. Haben Sie einmal einen Fischschwarm aus Millionen Tieren gesehen, wie er blitzschnell als Schwarm die Richtung ändert, völlig synchron hin und herzackt? Soviel zu Kommunikation ... bei Tieren. Wie war das bei der Massenpanik in Duisburg?

Haben Sie einmal eine Riesenwolke von Staren gesehen im Flug? Wie sie präzise aufeinander abgestimmt, wie ein Uhrwerk jeder Vogel auf den anderen reagiert? Soviel zur überlegenen Kommunikation der Menschen.

Nun ja. Dafür kommunizieren wir mit Schrift, mit Büchern; ein wesentlicher kultureller Fortschritt. So, so.

Bücher sind Papier. Materie. Vergänglich. Im Vergleich zu einem Gedanken primitiv. Tiere, seltsam, brauchen dieses primitive Mitteilungsmittel nicht. Bücher. Die können das so.

Tiere brauchen auch das Gedächtnis der Bücher nicht. Wir schlagen nach in alten Folianten von 1500. Ein Tier hat - laut Rupert Sheldrake - ein in den Genen verankertes Urgedächtnis. Lesen Sie mal nach.

Könnte es sein, dass der moderne Mensch ein Rückfall ist? Der Rückfall in die Materie? Der Rückfall in vergängliche Strukturen. Dass Fortschritt eigentlich mit "weg von der Materie" zu tun haben sollte?

Dass Tiere, möglicherweise Pflanzen das längst beherrschen. Was wissen wir davon? Nichts.

Auf solche Gedanken kommt man, wenn man rechnet. Alle 45 Jahre verdoppelt sich die Erdbevölkerung. Das habe ich in meinem Leben bereits erlebt. In 45 Jahren sind wir 14 Milliarden. In 90 Jahren sind wir 28 Milliarden. Und dann? Sich gegenseitig tottrampeln?

Kommt man auf die Idee, auf andere Planeten umzusiedeln. Geht nur nicht, sagt uns die Physik. Zu weit weg. Und dann müssten ja jede Stunde ein Raumschiff von der Größe eines Luxusdampfers starten, um der nachwachsenden Menschenmasse Herr zu werden. Um sie weg zu transportieren von der zu kleinen Erde. Funktioniert nicht.

Und wenn es ganz anders ginge? Ganz leicht? Wenn es eine völlig andere Lösung gäbe? Kleine Andeutung:

Jedes 2-jährige Kind hat kein Problem damit, auf dem Mars zu leben. Das tut es einfach. Ob der Körper, die vergängliche Materie, immer noch im Bettchen liegt, ist dem kleinen Kind völlig wurscht. Das lebt jetzt auf dem Mars. Unbestreitbar. Verstanden?

Vielleicht ist die zu-asphaltierte Welt, die Masse der stinkenden Autos, die Atombombe ein Rückfall und kein Fortschritt? Ein Rückfall in primitive Materie?

Vielleicht ist der Ausweg eben doch der ... Gedanke. Das Wort. Schon mal gehört? Am Anfang war das Wort.

 
 
 

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