Die Quintessenz

21.03.2011
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aus 39 Jahren ärztlicher Tätigkeit hatte ich Ihnen bereits einmal mitgeteilt. Die heißt "Gott ist gerecht". Sie werden das Sätzchen überlesen haben.

Der Priester und der Arzt haben das Privileg (!), ganze Familien über Generationen zu begleiten. Und daher weiß ich, dass Sie es heimgezahlt bekommen. Im Guten wie im Bösen. Noch in diesem Leben. Natürlich macht man sich Gedanken, wer denn da aufpasst, und abrechnet. Sie können es das Gewissen nennen, ich nenne das das Unterbewusstsein ...
Auch andere wissen hier Bescheid. Find ich doch bei meinem Liebling Steinfest in seinem Buch über "Stuttgart 21" (Wo die Löwen weinen, 2011) die vertrauten Gedanken über Politiker, die lügen. Die heute noch behaupten, Stuttgart 21 hätte ein festes Etat und das würde eingehalten (Wahlweise auch: Kernenergie ist kurzfristig unverzichtbar). Dazu Steinfest:

"Wie muss man sich denken, dass diese Leute sich Gott vorstellen? Blind und taub und stumm und einbeinig? Biegbar wie ein Gesetz? Umgehbar wie eine Verordnung? Manipulierbar wie eine Volksvertretung?
Sie müssten es eigentlich besser wissen. Sie müssten wissen, dass Gott nicht auf einer fernen Wolke schwebt, sondern tief in einem jeden Herzen nistet. In Anlehnung an diesen Roman könnte man sagen, jeder trägt eine kleine Maschine in sich, die alles sieht und hört und alles riecht. Einen unbeugsamen Rechner, der jeden Augenblick festhält und der mit jener Präzision, die den Maschinen nun mal eigen ist, ein wahrhaftiges Bild zeichnet. Solche Maschinen erlauben keine trickreichen Interventionen, mit denen im Nachhinein aus einem Würfel eine Kugel wird (so wie etwa in der S-21-"Schlichtung" ein Euro in eine D-Mark verwandelt wurde), um auf diese Weise Dinge ins Lot geraten zu lassen, die noch in tausend Jahren schief sein werden. Die Maschine in unserem Herzen lässt sich davon nicht beeindrucken."

Glauben Sie mir: Gott ist gerecht. Heißt leider auch: Wie Du Deinen Körper behandelst, so behandelt der Dich.

 

 

 
 
 

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