Die Wahrheit

09.12.2009
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Ernährungsmediziner fordern Studien. Immer noch mehr. Immer noch längere. Um die Wahrheit über das richtige Essen herauszufinden.

Die längste Ernährungsstudie, die ich kenne, umfasst 2,5 Millionen Jahre. Begann etwa vor 2,5 Mio. Jahren und endete vor ca. 15 Tausend Jahren. Umfasst die Zeit, als der Mensch groß wurde. Als er trotz täglicher großer körperlicher Anstrengung durch lange Perioden von Dürre, Hunger und Entbehrung gehen musste. Zäh wurde, ausdauernd wurde.

Und was hat er damals gegessen? Fachmann hier ist Professor L.Cordain, Physiologe an der Colorado State University. Der hat dieser Frage sein ganzes Leben gewidmet. Hat Fossilien studiert, aber eben auch Indianer am Amazonas oder Ureinwohner in Indonesien. Seine Forschungsergebnisse lassen sich in sechs Statements zusammen fassen (Zitat):

  • Mageres Fleisch von wilden Tieren war Hauptbestandteil der Ernährung.
  • Es wurde kein Getreide gegessen, denn die Landwirtschaft fing erst vor ca. 15000 Jahren an. Wilde Gräser waren ein seltener Notbehelf.
  • Es gab keinen raffinierten Zucker, nur ganz selten etwas Honig.
  • Steinzeitmenschen konnten keine Milchprodukte essen. Auch Ihnen würde es kaum gelingen, ein großes wildes Tier lebend zu fangen und es dann auch noch zu melken!
  • Kohlenhydrate lieferten ausschließlich wilde Früchte und Gemüse. Deshalb war der Anteil an Kohlenhydraten sehr viel geringer als heute.
  • Fett gab es überwiegend in Form von Omega3-Fetten.

Das nennt man genetisch korrekte Kost. Essen, das zu uns passt. Zu unseren Genen. Wir haben versucht, dieses Wissen in der neuen Lebens-Pyramide (nicht Ernährungs-Pyramide) zusammen zufassen.

 
 
 

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