Die zweite Uhr: HGH

05.06.2013
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Zwei biochemische Uhren ticken in unserem Körper. Start: Bei Geburt. Stopp: Liegt ganz bei Ihnen. Wie lange die Uhren ticken, hängt nicht von Ihrer Rentenhöhe ab, sondern von Ihrem Lebensstil.

Die erste Uhr kennen Sie: Ihre Gene. Genauer gesagt die Telomere, die Schutzkappen, die sich bei jeder Zellteilung ein bisschen verkürzen. So bisheriger Wissenstand. Inzwischen wissen wir: Falsch. Es gibt keinen Automatismus. Die Uhr kann jeder von Ihnen regulieren.

Die zweite Uhr ist Ihr Neuroendokrines System. Ihre Hormone. Und hier in erster Linie das Wachstumshormon. HGH. Erinnern Sie sich? Die größte Überraschung in der Geschichte der Altersforschung: Ein 65 jähriger Endokrinologe vom Medical College of Winconsin hat 1990 einfach mal nachgedacht. Wenn ein Hormon im Alter absinkt, so spekulierte er, was passiert dann wohl, wenn man das Hormon bei älteren Menschen "auf den Stand der Jugend" bringt. Indem man es spritzt.

Nämlich Wachstumshormon. HGH. Sechs Monate lang durften 11 Senioren sich selbst spritzen. Dreimal die Woche. Genau soviel Hormon, dass der Blutspiegel vergleichbar junger Menschen erreicht wurde. Ein ganz wesentlicher Punkt!

Die Kontrollgruppe, 10 weitere Senioren, wurde in den sechs Monaten älter: Ein bisschen fetter, ein bisschen mehr Muskelschwund, ein bisschen faltigere Haut usw. Die Versuchsgruppe mit dem HGH-Kick gewannen in diesen sechs Monaten

  • 10 % Muskelmasse zusätzlich
  • 9 % dickere Haut
  • 14 % weniger Körperfett
  • stärkere, festere Knochen

Mit den Worten des Endokrinologen Rudman: In diesen sechs Monaten gewannen meine Klienten 10 bis 20 Jahre Jugend.

Spritzen? Dreimal die Woche? Freilich: Wird in jeder, buchstäblich jeder Anti-Aging Klinik praktiziert. Unausweichlich. Ist das zentrale Geheimnis dieser Kliniken. Alles andere ist Zubehör.

Dass es auch anders geht, wird Sie nicht verwundern. Habe ich bereits in "Die Diät" 2001 beschrieben. Unvergesslich, wie dieses doch begeisternde Fakt von der Focus-Redakteurin und einem (wieder einmal) nicht wissenden Endokrinologen verrissen wurde. Zitiert hatte ich folgende kleine Grafik:

Wie Sie sehen, kann man mit Arginin und Lysin innerhalb von 90 Minuten das Wachstumshormon um 700 % steigern. Versiebenfachen! Gezeigt an 15 männlichen Versuchspersonen (Quelle: Leistungssport 6/92, S. 30). Inzwischen wissen wir: Entscheidend war hier Arginin. Lysin war nur Zugabe. Verstärken können wir diesen Effekt, so Dr. C. Dorman, durch Zugabe von Ornithin. Also Arginin plus Ornithin.

Laut Dr. Dorman verliert man nur durch diese zwei Aminosäuren in drei Monaten 15 % Körperfett, baut dafür 9 % mehr Muskulatur auf. Dazu Prof. H. Fisher von der Uni New Brunswick: "Je mehr dieser beiden Aminosäuren man mit der Nahrung zu sich nimmt, desto besser und schneller der Effekt".

Nahrung? Da wären wir wieder beim täglichen Eiweiß. Erinnern Sie sich? Naturvölker ernähren sich zu zwei Drittel von Fleisch. Manchmal sogar zu 99 %. Siehe News vom 13.05.13 www.strunz.com.

Sie haben's leichter: sie müssen keine Tiere töten lassen. Arginin und Ornithin gibt's ausdrücklich für Sie angereichert und hochkonzentriert in Ampullen. In Amino-Ampullen. Stehen bei meiner Frau gestapelt auf dem Nachtkästchen. Was die wohl damit macht? Lacht sie mich an: Wachstumshormon! Der natürliche Jungbrunnen. Und wissen Sie was: Der Erfolg ist so etwas von überzeugend...!

 
 
 

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