Don’t worry!

21.05.2013
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Herrliches Lied. Kennen Sie: "Don’t worry! Be happy...!" Auch mein Ohrwurm. Bei langen Radausfahrten. Beim Joggen. Ein Lied, dass ja direkt Ihr Unterbewusstsein beeinflusst. Im Sinne einer Suggestion. Wussten sie, dass Chirurgen schon 1923 über solch ein "Don’t worry" philosophiert haben? Chirurgen! Da gab's einen Dr. George Prentice (Brit Med J 1923, Dez 15, S. 1181), dem dort unten in Südafrika aufgefallen war, dass die Eingeborenen so selten krank waren. Weil's so besonders griffig klingt, nimmt er als Beispiel den Krebs. Immer wieder möchte ich Sie, liebe Leser, darauf hinweisen, dass Krebs ja nur ein Synonym für Krankheit allgemein ist. Besiegt man ihn, besiegt man auch andere Krankheiten. Also gut: Beispiel Krebs.

Dr. Prentice spekuliert also zunächst, dass es am mehr oder weniger Fleisch nicht liegen kann. Wie ja heute bei uns behauptet wird (rotes Fleisch mache Darmkrebs). Denn die Eingeborenen würden "eat far more meat than the white people", würden weit mehr Fleisch essen als die Weißen dann, wenn sie es kriegen. Vegetarier wären die Eingeborenen nur notgedrungen. Lächelnd lese ich, dass

"Anything from fieldmouse to an elephant is welcomed."

Da war also alles willkommen. Von der Maus bis zum Elefant. Der Chirurg hat Humor. Aber dann kommt's:

Hauptgrund für die Abwesenheit von Krebs, von Krankheiten ist für Dr. Prentice die

Abwesenheit von worry

also von Kummer. Das sei "ein völliges Fremdwort für unsere farbigen Freunde". Der Farbige "does not worry". Selbstverständlich trauert er, aber das sei akut, würde nur kurze Zeit dauern und - besonders wichtig - sie würden niemals versuchen, ihre Emotionen zu unterdrücken. Beim Trauern flössen die Tränen reichlich. Aber eben nur kurze Zeit. Dann sei der Mensch wieder mit sich im Reinen.

Don't worry, be happy! Erinnert mich an die führende Immunologin dieser Welt, Frau Prof. C. Perth. Die ja vielleicht begründet behauptet, dass Ihr Immunsystem zu 70 Prozent beherrscht würde vom "Stress". Was auch immer das sei. Doch wohl quälende Gefühle, hässliche innere Dialoge. Durchaus auch Schmerzen, körperliches Leid. Stress hat viele Namen, aber eben nur eine sichere Konsequenz: Ein geschwächtes Immunsystem.

Für den Chirurgen Dr. Prentice also ist "worry" ein Hauptgrund für Krankheit. Auch für Krebs. Ein lohnender Gedanke.

PS: Wie man ihn los wird, den Stress? Ich kenne nur zwei Methoden. Beide zusammengefasst im Buch "Laufend gesund". Genau deshalb wurde dieses Buch geschrieben.

 

 

 

 

 

 
 
 

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