Doping

05.07.2007
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Bitte erlauben Sie mir eine Nebenbemerkung. Ganz am Rande.

Laut S. Mandard von LeMonde (unwidersprochen) waren bei der letzten Tour de France 60% der gesamten Urinproben Doping-positiv. Konsequenzen gab es meines Wissens nur für einen Fahrer, den Sieger.

Denn in jedem einzelnen Fall dieser 60%, also für Hunderte von Proben wurde ein passendes ärztliches Attest nachgereicht. Nennt sich „Ausnahmegenehmigung aus therapeutischen Gründen“. Einzige Ausnahme: Floyd Landis. Hatte kein Attest. Pech gehabt.

Das sind die Fakten. Die Ihnen zeigen, dass das alles ganz anders ist. Dass es das bekannte illegale, aber auch das legale Doping gibt.

          60%

Wozu dann eigentlich Doping-Proben? Verfolgung und Journalisten-Geschrei? Wozu die ganze Aufregung?

Ich liebe Sport. Ich mag und ich bewundere Sportler. Habe aber natürlich immer, wenn Lance Armstrong so überirdisch und mitreißend in die Pedale trat, über seinen Satz nachgedacht:

          „Mein Körper produziert weniger Testosteron“

Welches ärztliche Attest also wird er all die Jahre vorgelegt haben?

Ganz nebenbei: in Deutschland wird laut Bundesministerium flächendeckend gedopt. Statement vor 2 Wochen: im Durchschnitt trinkt jeder erwachsene Deutsche täglich 4 Glas Bier oder Wein.

Flächendeckend.