Eben doch genetisch

17.03.2010
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Aids ist nicht gleich Aids. Wissen Sie. Manche Menschen bekommen's, andere nicht. Bei gleicher Lebensführung.

Eine Erklärung liegt tatsächlich in den Genen. Hochinteressant! Da gibt es das Gen CCL3L1, welches ein Eiweißmolekühl namens MIP-1alphaP herstellt.

Und dieses Eiweißmolekühl blockiert die Bindung des Aidsvirus an das körpereigene Empfängermolekühl CCR5. Resultat? Das Aidsinfektionsrisiko sinkt, wird geblockt.

Schimpansen nun haben 8 - 10 Kopien dieses Gens. Wir Menschen nur 1 - 6 Kopien.

Kann man studieren an Neugeborenen, deren Mütter Aids haben. Die also während der Geburt dem Aidsvirus ausgesetzt sind. Je mehr Kopien die Neugeborenen haben, desto geringer die Erkrankungsrate.

Jetzt kommt's: Weshalb Schimpansen geschützter sind? Mehr von diesen Genen haben? Das erklärt man mit "spezifischer Exposition im Rahmen eines genetischen Entwicklungsschubes". Soll heißen: Die Schimpansen haben länger und intensiver mit dem Virus zu tun gehabt. Und haben daraufhin mehr Schutzgene entwickelt.

So etwas nennt man im Sport Trainingseffekt. Und in der Ernährung ... Denken Sie bitte selbst weiter: Sie können Ihren genetischen Apparat verändern, verbessern.

 
 
 

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