Ego an, Ego aus: Ein Spoiler

17.01.2020 | Gast News Nr. 114 von Ulrich Strunz jun.
 

Ich nehme mir Feedback zu Herzen. Für einige Leser war mein erstes Buch „Arsch hoch beginnt im Kopf“ nützlich, erfrischend ehrlich und mit praktischen Vorschlägen bestückt.

Für andere war es enttäuschend langweilig, nichts Neues, hat der Senior schon alles geschrieben, ist ja eigentlich nur „positive thinking“.

Das waren die Online-Bewertungen. Briefe und Emails schauen da ganz anders aus. Interessant. Und sicher interessant genug für eine Gast-News in der nahen Zukunft.

Danke für Ihr faires Feedback.

Das Exposé des zweiten Buchs ist eigentlich fast fertig. Viel mehr Einfluss habe ich noch auf den Verlauf des dritten Buchs, da ist erst das Grundkonzept ausgearbeitet.

Im dritten Buch wird es einen Koautor geben. Ein guter Freund, den ich nun seit 12 Jahren kenne. Mit dem ich auch philosophieren kann, in einer Tiefe, wie es mir nur mit zwei Menschen möglich ist.

 

Er ist Praktiker. Hervorragender Sportler. Viel charismatischer als ich, und: er liebt das Spirituelle.

Wir werden uns zu zweit einem Thema nähern, das sich mit „Ego an, Ego aus“ beschäftigen wird.

 

Ego. Da denken wir doch sofort an Großmaul. Donald Trump zum Beispiel (News“ Die Kraft“: News_vom_26.11.2016 ). Dabei steckt hinter „Ego“ sehr viel mehr als Cartoon-Präsidenten. Das Ego, wenn es angeschaltet ist, ist unglaublich nützlich und hilfreich. Das zeigen Wissenschaft und Erfahrung.

Man kann das Ego nach Belieben an- und ausschalten. Manchmal lohnt sich letzteres, manchmal lohnt sich ersteres. Denn unser Ego kann uns am Erfolg hindern, wenn es Ängste mit sich bringt.

 

„Der kann das viel besser als ich.“, „Hoffentlich verletzt er mich nicht.“, „Ich halte die anderen nur auf.“.

 

Ego kann uns auch nutzen.

 

„Jetzt erst Recht, ich mache das!“, „Ich schaffe das jetzt trotzdem!“, „Ich will diese Schmerzen loswerden!“.

 

Nennt sich Durchsetzungsvermögen. Volition. Verhandlungsgeschick. Lebensfähigkeit.

Was wir denken und fühlen, wird gerne von außen kritisiert (siehe News „Das ewige Argument“). Weil wir Menschen, die wir unsere inneren Glaubenssätze nicht unter Kontrolle haben, nie aufgedeckt haben, dazu tendieren, nicht vor Dingen Angst zu haben (das wäre ja verständlich), sondern vor Meinungen und Fantasien über Dinge (siehe Robert Harris „Angst“ Seite 117).

 

So langsam dämmert es auch Konzernen, dass man sich über innere Glaubenssätze Gedanken machen müsste. Mitarbeiter werden entsprechend geschult. Die Fachsprache nennt das „unconscious bias“.

 

„Ego an“, ist in Verruf geraten. Aus Angst. Sehr menschlich.

„Ego aus“, hilft, wirklich zuzuhören. Ausreden zu lassen. Nicht vorschnell zu urteilen. Effizient zu lernen. Vielleicht auch die Angst vor „Ego“ loszuwerden. Auf die Dinge zu gucken, und nicht auf die Fantasien über Dinge. Zum Beispiel den Geruch von Brezen zu genießen, ohne gleich Heißhunger auf Brot zu bekommen (siehe Gast News „Ich habe keine Zeit Bücher zu lesen“).

Und weil es kein Patentrezept, keine Weltformel geben kann, wäre es doch praktisch, wenn blitzschnell zwischen Ego an/Ego aus, gewechselt werden könnte.

Könnte man? Warten wir´s ab, warten wir auf ein schmales Büchlein, mit praktischen Hinweisen und wissenschaftlichen Verweisen.

P.S.: Pssst, das ist ein Geheimprojekt. Bitte nicht weitersagen.

 
 

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