Ehrendoktor

01.11.2015
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Bin ich seit neuestem. Regelmäßig wird meine Praxis geehrt durch ein Anschreiben an Herrn Dr. med. vet… und angesprochen werde ich mit

    „Sie als Tierarzt wissen...“

 

Eine große Ehre für mich. Denn, wie Sie wissen, habe ich größten Respekt vor Tierärzten. Leicht einsehbar: Die helfen wirklich. Nachweislich, nachprüfbar sowohl durch Sie als Tierhalter, wie auch – im großen – durch den Landwirt. Dem können Sie nichts vormachen.

Im heutigen Schreiben geht es um die „Minderung von Stressreaktionen“ bei Pferden. Scheint ein großes Problem zu sein. Weiß ich, weil meine kleine Frau selbst einmal 6 Pferde besaß und beritt. Regelmäßig bis eine Woche vor der Entbindung. Deshalb übrigens genießen meine zwei Kinder „sanftes Schaukeln“. Ist denen angeboren… worden.

Stress also. Seine Bewältigung. Falls Sie wissen wollen, wie man das bei sensiblen Pferden schafft, schreibe ich Ihnen einfach einmal die Zusammensetzung der Pellets, also der Spezialkost ab. Interessiert?

  • Im groben: Protein 13 %, Fett 13%, Magnesium und Omega 3. Ausdrücklich keine Kohlenhydrate.
  • Im feinen: Zusätzlich Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C, Folsäure, Zink, Kupfer, Selen, Lecithin.

 

Das war’s. Ausdrücklich – in der Menschenwelt so höchst ungewöhnlich und neu – wird Überprüfung der Blut-Parameter nach ca. 4 Wochen Gabe empfohlen.

Bei Tieren muss man messen! Tiere werden ernst genommen! Sie wissen weshalb: Tiere kosten Geld…

Aber ist das nicht interessant? Die Tiermedizin, an Effektivität und Praktikabilität der Menschenmedizin sicher überlegen, baut auf die Molekularmedizin. Verlangt Messung.

„Ich als Tierarzt“ weiß das auch. Natürlich ahnen Sie, dass sich meine Angestellten vor Lachen am Boden kringeln, wann immer diese Post eintrifft.

 
 
 

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