Eier und Cholesterin

21.04.2009
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Weil das Echo so stark war, lassen Sie mich noch einmal kurz über den älteren Herren reden, der 30 Jahre lang 25 Eier täglich verzehrte, ohne dass sein Cholesterin krankhaft erhöht war. Wissenschaftler hatten dies ja damit erklärt, dass der Herr – zwangsläufig. Der hat ja auch nur einen Magen – praktisch keine Kohlenhydrate zu sich nahm.

Das geht auch genauer. Präzise müssten Sie das Wort Kohlenhydrate durch das Wort Zucker ersetzen. Zucker, also Saccharose enthält zur Hälfte Fruktose. Also Fruchtzucker. Und genau darauf kommt es an.

Schon 1970 (Am.J.Clin.Nutr.23,525) war bekannt, dass zuckerfreie Kost Cholesterin dramatisch senkt. Wussten Sie das?

Ein Ausgangscholesterin von 230 sinkt innerhalb von 4 Wochen auf wunderschöne 160, wenn die Menschen keinen Zucker bekamen. Wobei entscheidend der Fruktose-Anteil war. Glukose hätten sie essen dürfen.

Fruktose, also reiner Fruchtzucker, wurde von uns Menschen natürlich täglich gegessen. Etwa 10 Gramm. Früher. Heute, dank Haushaltszucker, kommen wir auf 50 bis 100 Gramm.

Dummerweise macht Fruktose im Körper Acetat, das dann teilweise in Cholesterin umgewandelt wird. Dummerweise ist die Umwandlungsrate von Fruktose in Blutfett 3- bis 8-mal größer als die Umwandlung von Glukose. Und dummerweise ist in erster Linie der Fruktose-Anteil im Zucker schuld an der Insulinresistenz, also der Vorstufe von Diabetes.

Heißt ganz praktisch: Zucker gehört in den Müll. Jetzt verstehen Sie das schlimme an Limonade, die ja 110 Gramm Zucker pro Liter enthält. Und wir wundern uns über die Zunahme von Diabetes bei Kindern: Es ist gar nicht so sehr das Essen, es ist eher das Trinken. Stichwort Cola.

Ausdrücklich: (Zitat) „dies bedeutet nicht, keine Fruktose mehr zu verzehren. Fruktose in Mengen, wie sie in Obst enthalten sind, können jederzeit aufgenommen werden“.

 
 
 

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