Ein Diplom-Ingenieur

02.12.2016
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hat klare Vorstellungen von Leben. Weil er gelernt hat, klar zu denken. Das liegt an seiner Ausbildung. Sie wissen, dass ich speziell über diesen Beruf so meine Scherze mache. Schließlich war mein Großvater Ingenieur, mein Vater Ingenieur, ist mein Bruder Ingenieur. Die denken alle sehr strukturiert, übersichtlich, 

Nach meiner ärztlichen Erfahrung kollidiert das gelegentlich mit normalem Denken. Das ja häufig emotional gefärbt, deshalb unstrukturiert und ein bisschen durcheinander… stattfindet. Durchaus liebenswert. Man kann sich darauf einstellen. Tut jeder Arzt im täglichen Gespräch.

Um Ihnen einmal die Unterschiede klar zu machen zwischen Diplom-Ingenieuren und Ihnen, drucke ich Ihnen einfach – mit breitem Lächeln – einen Ingenieurs-Brief ab:

„Genauso habe ich mir das vorgestellt und gewünscht:

  • Eine ordentliche Terminvereinbarung mit Ihrer Rezeption,
  • Ein schneidiges, punktgenaues Gespräch mit Ihnen als Arzt,
  • Blutabnahme und kurzer Test bezüglich fettverbrennender Enzyme,
  • Eine Abschlussbesprechung mit eindeutiger Handlungsanweisung („Dies ist ein Befehl“) bezüglich der Züchtung von Fettverbrennungsenzymen,
  • Umfangreiche Erläuterungen per Email,
  • Ihre persönlichen Kommentare zum Laborbericht, zum Aminogramm und zum Omega-3-Index,
  • Rechnung hinterher, Rechnung gleich bezahlt und
  • Punkt.

Kein Wischiwaschi mit „man könnte“ und „man müsste“ und „es gibt viele Möglichkeiten“. Sondern klare Analyse, klare Handlungsanweisungen – und dann die Umsetzung. So wie es mir als Ingenieur am nächsten liegt.“

Ist das nicht lieb? Hab mich so richtig darüber gefreut. Wissen Sie warum? Weil man mir, bevor ich zum Arzt wurde, während eines Physikstudium die gleiche Denkart eingehämmert hat. Da erkennt man sich gegenseitig wieder. Reicht sich geistig die Hand und … lächelt sich an.

Sagen Sie mal: Hab ich nicht eine interessante Praxis? Verstehen Sie, weshalb ich auch mit 73 immer noch jeden früh hier sitze?

 
 
 

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