Ein überraschender neuer Blickwinkel

14.06.2013
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Sie alle wissen und lesen, dass die Kritik an offiziellen Ernährungsempfehlungen wächst. Kritik an der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie der Deutschen Diabetesgesellschaft. Deren Empfehlungen auf der Basis "Kohlenhydrate" aufbauen. Wenn Sie also abnehmen wollen: Mehr Kohlenhydrate. Wenn Sie am Diabetes erkrankt sind: Mehr Kohlenhydrate.

Sie und ich, wir verstehen das zwar schon lange nicht mehr, aber genau das wird gelehrt. Auch in den Schulen. Auch bei der Ausbildung zum Dipl. Oec.troph.

Massive Kritik an diesem Konzept schwappt ja über aus den USA, wo Zucker schon offiziell als Gift bezeichnet wird. Siehe der verzweifelte Versuch des New Yorker Bürgermeisters... übrigens gescheitert. Und wo speziell Weizen dem Zucker heute schon gleichgesetzt wird.

Wir verstehen also unsere offiziellen Ernährungsempfehlungen nicht mehr. Wir heißt: Sie und ich. Aber vielleicht liegen wir völlig daneben? Vielleicht gibt es hier einen überraschenden, ganz neuen Blickwinkel, der alles erklärt?

Darauf gebracht hat mich Professor Dr. Thomas Junker von der Uni Tübingen und Göttingen. Er lehrt dort die Geschichte der Biowissenschaften. Und schreibt in "Der Darwin Code" auf S. 35

"Auch kann man es vorziehen, sich weiterhin auf offizielle Ernährungsempfehlungen zu verlassen, die offensichtlich das Ziel verfolgen, viele Menschen relativ günstig zu ernähren und mit Quantität statt mit Qualität abzuspeisen, mit allen negativen Folgen, die damit für die Gesundheit und Lebensqualität verbunden sind."

Festgestellt wird hier zunächst, dass die Ernährungsempfehlungen der DGE offensichtlich das Ziel verfolgen, Menschen relativ günstig zu ernähren. Also kostengünstig. Das ist lobenswert. Nur wird dann auch die Konsequenz deutlich. Das hat negative Folgen für die Gesundheit und die Lebensqualität.

Das kann man besichtigen. Täglich in der Arztpraxis. Deutschland wird immer dicker, Diabetes nimmt zu, Herzinfarkte und Krebs nehmen zu usw.

Vielleicht müssen wir DGE also umdeuten? Deutsche Gesellschaft für kostengünstige Ernährung? Ohne Rücksicht auf gesundheitliche Folgen? Dann wäre das eine politische Einrichtung. Gib dem Volk Brot. Erzähl ihm nicht, dass Brot Darmkrebs macht (Harvard University 2007 sowie 2011). Ein völlig neuer Gesichtspunkt.

Das Gleiche würde dann gelten für die Deutsche Diabetesgesellschaft. Die dem Diabetiker ans Herz legt, die Menge des bekannten Giftes, nämlich Kohlenhydrate, noch zu erhöhen. Über 50 %. Vielleicht sehen wir das falsch: Vielleicht ist die Gesellschaft eingerichtet zur Pflege des Diabetes? Zur Aufrechterhaltung dieser Krankheit?

Haben wir uns also in unserer Kritik verrannt? Haben diese zwei Gesellschaften ein völlig anderes Selbstverständnis? Dann freilich müssten wir... verstummen.

 

 

 

 
 
 

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