Eine eigenartige schwammige Fettigkeit

02.08.2010
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Der Däne Dr. Höygaard hat als Arzt das Leben der Eskimos geteilt. Und dabei eine merkwürdige Beobachtung gemacht:

"Bei einseitiger Brot-, Zucker-, und Grützekost entstand auch bei den Eskimos eine eigenartige schwammige Fettigkeit, die unter den Leuten draußen unbekannt war. Durch die Landeskost hielt man sich schlank und leicht."

Schlank und leicht. Durch Landeskost. Und was war das? Beschreibt er auch:

"Fleisch, Fisch und Tang"

Das war's. Eskimos hatten - jedenfalls damals - eben einen Riesenvorteil. Es gab weder Aldi noch Lidl. Drum gab's eben nur genetisch korrekte Kost.

Schlank und leicht. Was heißt das übersetzt? Nun, da sah man Männer

"... die in jeder Hand 100 Pfund tragen und das gleiche Gewicht dazu mit den Zähnen halten"

100 Pfund sind knapp ein Zentner. Also 3 Zentner. Das heißt schlank und leicht. Die Vorstellung, dass schlank und leicht eben nur, ausschließlich nur aus höchst leistungsfähigen Muskeln bestehen kann, dieses Vorstellung ist in deutschen Gehirnen noch nicht angekommen.

Im Zusammenhang mit dem BMI hab ich ja einmal versucht, Ihr Bild hier zu beeinflussen. Erinnern Sie sich? Setzen Sie einen BMI fest. 20! Und füllen Sie den mit Muskelgewicht. Das war's.

Auch meine Bilder von Muskelmenschen sind durch Bodybuilder beeinflusst. Durch Fitness-Studiogänger. Die haben immer so ... teigige Muskeln. Schon mal aufgefallen? So fett-mächtige Gebilde. Wissen Sie woher das kommt? Deren Eiweißpulver enthält Kohlenhydrate. Massiv. Die glauben tatsächlich, zur Muskelbildung brauche man Kohlenhydrate. Behaupten übrigens auch Sportmedizinprofessoren.

Dr. Höygaard würde das nennen:

"Eine eigenartige schwammige Fettigkeit"

Brrrrr.

 
 
 

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